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Trotz Verletzung guter Kombi-Vierter © APA (epa)

Der Vierte der Lauberhorn-Kombination und einer der Favoriten für die Spezialabfahrt hat am Freitag auf dem Weg zum Kombi-Slalom

Der Vierte der Lauberhorn-Kombination und einer der Favoriten für die Spezialabfahrt hat am Freitag auf dem Weg zum Kombi-Slalom bei einem Zaunpfahl mit dem linken Arm eingefädelt und sich am Ellbogen verletzt. Nach einem rasch in Wengen durchgeführten Röntgen wurde bei Christof Innerhofer keine Fraktur festgestellt. Der Start am Samstag ist offenbar nicht gefährdet.

Das Missgeschick passierte Innerhofer, der im Training trotz seiner Meinung nach nicht optimaler Läufe einen guten Eindruck hinterlassen und seine Stärke im Kombi-Speed-Teilbewerb mit dem ersten Platz unter Beweis gestellt hatte, beim Einfahren vor dem Slalom. Seine Skier verschnitten, er rutschte in Richtung eines Holzzaunes, verhakte sich mit dem Arm und überschlug sich. "Das war ein ziemlicher Schock. Es hat sehr weh getan und ich dachte mir, da ist alles gebrochen. Mal schauen, ob ich morgen überhaupt fahren kann", erzählte der Südtiroler.

Trotz Schmerzen und blutender Wunde fuhr er den Slalom und belegte den vierten Gesamtrang, bei der Untersuchung wurde schließlich ein Bluterguss und eine Schwellung festgestellt. Es war kein so guter Tag für Italien: Mit Dominik Paris, Andy Plank, Hagen Patscheider und Patrick Staudacher kamen in der Abfahrt gleich vier Athleten nicht ins Ziel, bis auf den heftig gestürzten Plank, der zehn Tage pausieren muss, kamen aber alle glimpflich davon.

Sorgen andere Art quälen derzeit deren Teamkollegen Peter Fill. Sein Vater Luis Fill (61) liegt seit dem Gröden-Weltcup im Bozner Krankenhaus, er war als Zuschauer während der Abfahrt zusammengebrochen. Diagnostiziert wurde eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse, bei der Komplikationen auftraten. Fill senior rang mit dem Tod und wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt. "Es war nicht einfach und ist es immer noch nicht", erzählte Peter Fill den "Dolomiten". "In dieser Situation ist es unmöglich, sich voll auf den Sport zu konzentrieren. Aber andererseits ist es auch eine gute Ablenkung", sagte der Sportler weiter.

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