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Grosskreutz und Kollegen im Fußball-Rausch © APA (dpa)

Der deutschen Fußball-Bundesliga droht im Titelkampf Langeweile. In eindrucksvoller Manier wehrten die Überflieger aus Dortmund

Der deutschen Fußball-Bundesliga droht im Titelkampf Langeweile. In eindrucksvoller Manier wehrten die Überflieger aus Dortmund am Freitag beim 3:1 in Leverkusen gleich zum Rückrundenauftakt den Angriff auf ihre souveräne Tabellenführung ab. "Es wurde versucht, uns einzureden, wir seien dem Druck nicht gewachsen. Wir haben bewiesen, dass wir es doch sind", jubelte Geschäftsführer Watzke.

Binnen weniger Minuten riss die abermals erstaunlich souveräne Truppe von Trainer Jürgen Klopp den Tabellendritten aus allen Träumen von einer Aufholjagd. Die Treffer von Kevin Großkreutz (49., 53.) und Mario Götze (55.) versetzten Sportdirektor Michael Zorc in Hochgefühle: "Das war ein Bilderbuchstart in die Rückrunde."

Allein die Auswärtsbilanz des Revierclubs ist mit neun Siegen aus zehn Spielen atemberaubend. Selbst den Ausfall des für den Asien-Cup abgestellten Mittelfeldspielers Shinji Kagawa meisterte die Borussia ohne Probleme. In die Rolle des Japaners schlüpfte der erst 18-jährige Jungnationalspieler Götze und bot eine überragende Vorstellung. Die Erleichterung stand Trainer Klopp ins Gesicht geschrieben: "Es gab eine gute Nachricht: Wir sind wieder da und spielen genauso gut wie in der Hinrunde."

Allerdings ebneten haarsträubende Abwehrfehler den Weg zum Sieg. Beim ersten Tor der Gäste patzte Bayer-Abwehrspieler Daniel Schwaab, beim zweiten Nackenschlag nur vier Minuten später dessen Mitspieler Manuel Friedrich. "So etwas darf uns nicht passieren, das ging viel zu schnell", klagte Angreifer Stefan Kießling, der in der 80. Minute für Ergebniskosmetik sorgte.

Entgegen der mutigen Ankündigung scheute die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes über weite Strecken das Risiko und wurde dafür von der effektiveren Borussia gnadenlos bestraft. Erst in der Schlussphase deuteten die Leverkusener ihr wahres Leistungsvermögen an. Nach Meinung von Rudi Völler ist die Meisterschaft damit so gut wie entschieden: "Nach so einer Vorrunde und so einem Spiel gibt es da nicht mehr viel zu diskutieren", sagte der Bayer-Sportchef.

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