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Heißester Medaillentipp ist Marlies Schild © APA (epa)

Drei Wochen vor Beginn der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen nimmt das österreichische Team langsam

Drei Wochen vor Beginn der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen nimmt das österreichische Team langsam Konturen an. Noch stehen die Renn-Wochenenden in Cortina, Sestriere und Zwiesel bevor, doch einige der Plätze sind quasi schon vergeben. Aufgrund der bisherigen Saisonergebnisse dürfen sich sieben ÖSV-Läuferinnen ihrer WM-Fahrkarte wohl schon sicher sein.

In der WM-Abfahrt werden Elisabeth Görgl und Anna Fenninger mit jeweils vier einstelligen Platzierungen sowie Andrea Fischbacher mit zwei Top-Ten-Rängen diskussionslos dabei sein. Um den vierten Platz hat derzeit die Tirolerin Regina Mader mit einem 14. und 23. Platz ein leichtes Plus gegenüber Nicole Schmidhofer. Die Steirerin punktete zuletzt in Zauchensee als 14. Zwei Abfahrten stehen vor der WM noch aus - Cortina am Samstag sowie in der nächsten Woche Sestriere.

Auch im Super-G kann vor den Titelkämpfen noch zweimal gepunktet werden, jedoch sind da auch bisher erst zwei Rennen gefahren. Fenninger und Görgl mit je einem vierten sowie Fischbacher und Nicole Hosp mit je einem fünften Rang haben gute Karten. Allerdings haben zuletzt in Zauchensee auch Mader als Achte, Margret Altacher als Zehnte und Schmidhofer als 15. aufgezeigt. Die WM-Frage wird am Freitag und Sonntag in den beiden Cortina-Rennen entschieden.

Im Riesentorlauf wartet Ski-Österreich in dieser Saison noch auf einen Podestplatz. Mit zwei vierten Rängen, je einem zehnten und elften Platz wird Görgl in Bayern dabei sein. Kathrin Zettel und Fischbacher können bei je zwei einstelligen Platzierungen auch optimistisch sein. In der nächsten Position ist Hosp mit einem siebenten Rang. Doch auch Marlies Schild (12./Laufbestzeit in St. Moritz) oder Altacher (12./Laufbestzeit in Aspen) sowie auch andere ÖSV-Damen können sich nach der Maribor-Absage mit einem absoluten Spitzenergebnis in Zwiesel noch ins Team fahren.

Im Slalom ist die vierfache Saisonsiegerin Schild natürlich gesetzt. Gleiches gilt auch für Zettel, in den vergangenen vier Torläufen stets in den Top Sieben klassiert. Bei Hosp war zwar zuletzt etwas der Wurm drinnen, doch mit ihren drei vorweihnachtlichen Top-Sechs-Platzierungen wird die Tirolerin kaum aus dem Team zu verdrängen sein. Den vierten ÖSV-Platz hält trotz vier Ausfällen derzeit Michaela Kirchgasser in Händen, Bernadette Schild hat in Zwiesel noch Außenseiterchancen.

Zettel hat in der Super-Kombination als Titelverteidigerin einen Fixplatz, doch ist sie nach ihrer Verletzung noch in keinem Speed-Rennen angetreten und wird sich die schwere Kombi-Abfahrt auf der Kandahar nicht antun. Über einen Kombi-Start der 24-Jährigen wird zwar kurzfristig entschieden, die Niederösterreicherin selbst hat aber wie Schild schon mehrmals abgewunken und will sich auf die technischen Bewerbe konzentrieren.

In Val d'Isere waren Görgl, Hosp und Fenninger auf den Kombi-Rängen zwei bis vier gelandet. Sie sollten gemeinsam mit Michaela Kirchgasser das Aufgebot bilden, auch wenn in Sestriere noch eine Kombination mit Super-G und Slalom ansteht.

Mögliches WM-Team: Marlies Schild, Kathrin Zettel, Nicole Hosp, Elisabeth Görgl, Anna Fenninger, Andrea Fischbacher, Michaela Kirchgasser, Regina Mader, Nicole Schmidhofer, Margret Altacher, Bernadette Schild

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