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Streitberger WM-Ticket im Super-G fix © APA (Techt)

Im Kampf um die Startplätze bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen haben die Speed-Bewerbe in Kitzbühel für

Im Kampf um die Startplätze bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen haben die Speed-Bewerbe in Kitzbühel für Österreichs Herren keine endgültige Entscheidung gebracht. Die Resultate sind aber in einem speziellen Licht zu betrachten, schafften es die Läufer doch recht unterschiedlich, die Gedanken an den im Donnerstagtraining gestürzten Teamkollegen Hans Grugger aus dem Kopf zu verbannen.

In Chamonix am kommenden Samstag steht noch eine Abfahrt auf dem Programm, am 5. Februar in Hinterstoder ein Super-G. Georg Streitberger als Zweiter im Super-G und Mario Scheiber als Vierter in der Abfahrt errangen die besten Platzierungen für Rot-Weiß-Rot in den Speed-Rennen in Kitz. Stark fuhr auch Romed Baumann als Fünfter und Zehnter. Alles anders als erfreulich verliefen die Hahnenkamm-Bewerbe bei seinem letzten Antreten für Michael Walchhofer, der zweimal ausschied und in beiden Disziplinen das Rote Trikot des Weltcupführenden verlor. Der Salzburger hatte sich im Vorfeld im Super-G-Training an Knie und Kehlkopf verletzt, ist aber zuversichtlich, für die WM wieder ganz fit zu werden.

Konkret bietet sich im Super-G nun die Situation, dass acht ÖSV-Läufer zumindest einmal in den bisherigen vier Rennen in die Top Ten gekommen sind. Streitberger und Walchhofer sind als Saisonsieger fix, Baumann war einmal auf dem Stockerl (Dritter) und noch zweimal Top Fünf, Scheiber kam zweimal unter die Top Fünf, Benjamin Raich war einmal Vierter. Klaus Kröll, Stephan Görgl und Hannes Reichelt können in Hinterstoder ebenfalls noch um ein Ticket mitfahren. Speed-Trainer Andreas Evers hofft, dass ein Weltcup-Podestrang für ein WM-Ticket notwendig sein wird.

In der Abfahrt haben Walchhofer und Kröll als Gewinner von Rennen ihren Startplatz fix, Baumann und Scheiber kamen als jeweils einmal Zweite ebenfalls bereits auf das Podest. Streitberger (einmal Fünfter) hat in Chamonix noch die Gelegenheit, die Trainer mit einem Stockerl in punkto Aufstellung ins Grübeln zu bringen. "Du musst zumindest ein Stockerl haben, damit du einigermaßen fix einen Platz hast", meinte Evers, das sei in der jüngsten Vergangenheit nicht der Fall gewesen. Wenn es in der Abfahrt eine ÖSV-interne Quali geben werde, dann nur um einen Platz.

Der Schweizer Didier Cuche hat am Samstag zum vierten Mal eine Weltcup-Abfahrt auf der Streif gewonnen, er verwies nach eindrucksvoller, aber nicht fehlerfreier Fahrt den US-Amerikaner Bode Miller (0,98 Sek. zurück) und den Franzosen Adrien Theaux auf die weiteren Podestplätze. Alle bezogen in den Interviews wie vorhersehbar Stellung zum Thema Sicherheit im alpinen Skisport nach dem Sturz von Grugger. Cuche meinte, dass es in punkto Sicherheit in die richtige Richtung gehe.

Miller sagte, dass ein Rennläufer das Risiko, das er in einer Abfahrt eingehe, akzeptieren müsse, ansonsten müsse er Riesentorlauf oder Slalom fahren. "Diese Strecke kann dich ziemlich böse zerkauen, wenn du eine schlechte Entscheidung triffst", meinte der US-Star zur Streif. Man könne die Sicherheitsvorkehrengen immer weiter verbessern, aber damit würde man nicht das Risiko, das Athleten bereit sind zu nehmen, verringern. "Jeder geht maximales Risiko. Du kannst zurücknehmen, aber 50 andere tun das nicht."

Die Verantwortung liege beim Läufer. "Es ist nicht der Lauf, der zu schnell ist. Wenn es dir zu schnell ist, musst du langsamer fahren. Dann ist deine Fähigkeit dem nicht gewachen, wie schnell du auf dieser Strecke warst", betonte Miller.

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