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Kölner Freude, Bremer Leiden © APA (epa)

Werder Bremen steckt nach der 0:3-Auswärtspleite gegen den 1. FC Köln in der Krise und mitten im Abstiegskampf der deutschen

Werder Bremen steckt nach der 0:3-Auswärtspleite gegen den 1. FC Köln in der Krise und mitten im Abstiegskampf der deutschen Fußball-Bundesliga. "Wir sind da unten drin, haben eine klare Niederlage bekommen. Jetzt dürfen wir nicht von etwas anderem reden", fordert Werder-Sportdirektor Klaus Allofs. Nun geht es für die Elf von Chefcoach Thomas Schaaf daheim ausgerechnet gegen Bayern München weiter.

Die Bremer waren in Köln in allen Belangen unterlegen und boten eine katastrophale Vorstellung, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, wo ÖFB-Legionär Marko Arnautovic bis zur 56. Minute spielte, allerdings keinesfalls auffiel. "Die Art und Weise, wie wir das Spiel hier verloren haben, von der ersten Sekunde nicht im Bild waren, war enttäuschend. Das war grausam", betonte Allofs. Die Bremer sind nun bereits seit 465 Minuten auf fremdem Platz ohne Treffer. "Wenn wir so spielen, gibt es keine Mannschaft in der Liga, gegen die wir gewinnen können", fügte der Werder-Sportdirektor hinzu. ÖFB-Teamverteidiger Sebastian Prödl steht am Wochenende nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre wieder zur Verfügung.

Die Münchner haben mit dem 5:1-Kantersieg gegen Kaiserslautern (mit Erwin Hoffer ab der 66. Minute) viel Selbstvertrauen getankt. Mann des Abends war Mario Gomez mit einem Triplepack, dem bereits dritten in der laufenden Saison, mit dem er in der Schützenliste mit 15 Toren auch gemeinsam mit dem Frankfurter Gekas und dem Freiburger Cisse die Führung übernahm. "Im Moment läuft es bei mir. Es ist klar, dass ich dieses Ziel habe, aber es wäre kein Beinbruch, wenn ich nicht Torschützenkönig werde", sagte der 25-jährige Gomez, der nun schon bei 23 Pflichtspieltreffern hält.

Die Bayern, die am Mittwoch im Cup-Viertelfinale auswärts auf Aachen treffen, verkürzten den Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund immerhin auf 14 Punkte. Der Titel scheint derzeit aber kein Thema mehr zu sein. "Wir müssen aufhören über die Meisterschaft zu reden", meinte Arjen Robben. Der Leader musste sich etwas überraschend gegen den VfB Stuttgart (mit Martin Harnik ab der 70.) mit einem 1:1-Remis begnügen. "Das war ein kleiner Hieb. Aber wer sich von so etwas aus der Bahn werfen lässt, der war nie richtig drin", sah BVB-Trainer Jürgen Klopp die Punkteverluste gelassen.

Trotzdem sind die auswärts weiter sieglosen "Schwaben" nach wie vor auf einem Abstiegsplatz zu finden. "Wir haben einen zweiten, kleinen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. 15 große Schritte liegen noch vor uns", sagte VfB-Coach Bruno Labbadia.

Über einen kleinen Teilerfolg durfte sich Rubin Okotie freuen. Der Ex-Austrianer stand nach seiner Einwechslung in der 55. Minute so lange wie noch nie in der deutschen Liga auf dem Feld und war auch am Ausgleichstreffer beim 1:1-Auswärtsremis vom 1. FC Nürnberg gegen den SC Freiburg mitbeteiligt. "Es läuft immer besser, und ich bekomme immer längere Einsätze. Ich spüre jetzt immer mehr, dass mein hartes Training belohnt wird", sagte der 23-jährige Ex-Austrianer. Für die Nürnberger geht es schon am Dienstag mit dem Cup-Auswärts-Viertelfinale gegen Schalke 04 weiter.

Keine Punkte gab es hingegen für den FSV Mainz 05 mit Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz. Die Truppe von Coach Thomas Tuchel unterlag Wolfsburg und verlor wie schon in der Vorwoche gegen Stuttgart mit 0:1. "Es tröstet mich nicht, dass wir optisch besser waren. Wir schießen im Moment leider zu wenige Tore", brachte Fuchs, der als Außenverteidiger durchspielte, die Situation auf den Punkt. "Wichtig ist, dass wir uns jetzt nicht hängen lassen, sondern eine Reaktion zeigen", sagte der in der 84. Minute eingetauschte Ivanschitz.

Eine Niederlage setzte es auch für Emanuel Pogatetz und Hannover 96 mit dem 0:1 gegen Schalke 04. "An Manuel Neuer haben wir uns die Zähne ausgebissen", sagte 96-Coach Mirko Slomka. Die Gelsenkirchner hoffen nun auf einen Erfolgslauf, um doch noch an die Europacup-Ränge heranzurücken. "Unsere Aufholjagd fängt jetzt erst an", betonte Coach Felix Magath.

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