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"Planet-Planai" steht bereits © APA (OTS)

Nur noch zwei Jahre trennen das obersteirische Schladming von den alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2013 und die Vorbereitungen

Nur noch zwei Jahre trennen das obersteirische Schladming von den alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2013 und die Vorbereitungen für das Großevent laufen trotz "Nightrace" im Hintergrund weiter. Während der "Planet Planai" - die neue Talstation - bereits eröffnet wurde, wird das Medien Center seit September gebaut. Verkehrstechnisch sollen rund elf Millionen Euro in örtliche Verbesserungen fließen.

Der hypermoderne "Planet Planai" umfasst drei multifunktionelle, miteinander verbundene Gebäudekomplexe: Im südlichsten Teil in der Nähe des Zielhangs ist das Hauptquartier der Planai-Bahnen beheimatet, im Mittelteil stehen Büroräume für den Wintersportverein Schladming, den ÖSV und die FIS zur Verfügung und der nördlichste Teil mit rund 1.000 Quadratmeter Glasfassade gilt als moderner Gästebereich mit vier Aufzügen, Rolltreppen, Skiverleih und Sportgeschäft. Dort liegt dann auch das WM-TV-Studio.

Seit Dezember ist der Planet in Betrieb. Über dieses 14 Meter hohe Gebäude werden am Dach dann die temporären Tribünen errichtet, einige der 12.000 bis 15.000 Fans werden dann bis zu 27 Meter hoch über der Straße sitzen. Das Gesamtinvestition alleine der Planai-Bahnen für die WM beträgt 52 Mio. Euro, wovon 26 bereits verbaut sind. Insgesamt rechnet man in der Region mit WM-Investitionen von rund 400 Mio. Euro.

Aus der ehemaligen "Skispitze", die bei der WM mächtig und quer über das Zielstadion ragen sollte, war zunächst ein "Siegestor" geworden. Weil auch dieses den TV-Kameras die Sicht verstellt, ist nun ein im "Unendlichen" endendes Halbtor, in das auch ein "Mini-Planet" eingeführt werden soll, angedacht. "Dieses Tor soll eine Landmarke werden, die noch lange an die WM erinnert", betonte Geschäftsführer Ernst Trummer.

Neu wird bis zur WM (4.-17. Februar 2013) neben der noch besseren Flutlichtanlage sowie einer offenen Internet-Versorgung der ganzen Region auch der Abfahrtsstart der Herren mit einer extrem steilen Anfahrtsrampe. Der Zielhang ist ohnehin der steilste im Weltcup. Alles wird erstmals beim Weltcupfinale vom 14. bis 18. März 2012 zu sehen sein.

Baubeginn für das Medien Center war erst, als die Talstation schon beinahe fertig war. Die Baukosten wurden mit 15 Mio. Euro veranschlagt. Das neue Objekt bildet den Kern der Infrastrukturprojekte und soll nach der WM die alte Dachstein-Tauern-Halle ersetzen. Im Erdgeschoß ist ein Veranstaltungssaal mit 920 Sitzplätzen mit Information, großem Foyer, Cafe und Küche vorgesehen. Im ersten Obergeschoß befinden sich ein kleiner Saal für 280 Personen, eine Galerie in den großen Saal und Sanitäreinrichtungen, im zweiten Obergeschoß Büro-, Technik- und Probenräume.

Außerdem verfügt das Gebäude über eine Tiefgarage. Während der WM soll hier das Zentrum für die Presse, Fernseh-Compounds, Kommentatorenkabinen sowie Fernsehstudios untergebracht werden.

Noch geplant sind ein Vier-Sterne-Hotel mit 150 Betten, wobei laut Bürgermeister Jürgen Winter (ÖVP) dafür noch kein Betreiber unterschrieben habe. Ebenfalls noch in Planung befindet sich das sogenannte Servicedeck, das unter das Zielstadion gebaut wird und in dem sich zum Beispiel Doping-Test-Räumlichkeiten befinden sollen. Aus diesem Servicedeck sollen die Sportler während der WM direkt und unterirdisch ins Medien Center gelangen.

In punkto Verkehr hat Landesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) vergangene Woche die noch ausstehenden vier Projekte im Zusammenhang mit der Ski-WM skizziert: Die Planaistraße (L724) wird verlegt, die Coburgstraße verlängert und im Zuge der Ennstalbundesstraße (B320) soll im Bereich Oberhaus eine dritte Fahrspur als Überholmöglichkeit installiert werden. Als viertes Projekt wurde eine Verbesserung des Bestandes der B320 in Liezen fixiert. Da der Knoten Trautenfels nicht mehr bis zur WM fertig geworden wäre, könne man nun die dafür veranschlagten Mittel von etwa 8,9 Mio. Euro für die anderen Projekte verwenden.

2011 soll auch das Vorhaben Digitalfunk für die Blaulichtorganisationen im Bezirk Liezen in Angriff genommen werden: Die Obersteiermark wird noch vor allen anderen steirischen Regionen digital funken. Damit soll ein besser organisierter Ablauf der Einsatzkräfte bei der Ski-WM garantiert werden, meinte das Landespolizeikommando Steiermark.

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