vergrößernverkleinern
Vielleicht geht Schaaf irgendwann von sich aus © APA (dpa)

Drei Stunden Krisensitzung statt Training: Werder Bremen hat am Montag mit einer ungewöhnlich langen Unterredung auf die

Drei Stunden Krisensitzung statt Training: Werder Bremen hat am Montag mit einer ungewöhnlich langen Unterredung auf die anhaltende Talfahrt reagiert. Statt die ursprünglich angekündigte Übungseinheit am Vormittag zu absolvieren, mussten die Fußballprofis des kriselnden Bundesligisten zwei Tage nach der 0:3-Pleite in Köln zum Rapport bei Trainer Thomas Schaaf antreten.

Werder-Chef Klaus Allofs hatte zuvor klargestellt, dass der Club, bei dem die Österreicher Sebastian Prödl und Marko Arnautovic unter Vertrag stehen, nicht mit den in der Branche üblichen Methoden reagieren werde. Die Bremer halten an Trainer Schaaf fest. "Wir entlassen keinen Trainer, um dadurch vielleicht für ein, zwei Wochen einen psychologischen Aspekt zu haben", sagte Allofs. "Diesen Fehler haben andere Vereine schon gemacht, wir werden ihn nicht machen."

Abnutzungserscheinungen sieht Allofs bei Schaaf nicht. Der Geschäftsführer erkennt beim Trainer den "absoluten Willen", die Mannschaft aus der Krise zu führen: "Daher gibt es für mich weiterhin keinen besseren Trainer für Werder Bremen." Die Hanseaten stehen nach sechs Champions-League-Teilnahmen in sieben Jahren in dieser Saison so schlecht wie noch nie da in der rund elfjährigen Amtszeit von Schaaf.

An einen Rücktritt denkt der Coach laut Allofs nicht. "Wenn diese Signale kommen, werden wir uns in letzter Konsequenz damit beschäftigen", sagte der Werder-Chef. Entsprechende Zeichen seien nicht gekommen: "Und ich erwarte sie auch nicht." Allofs schloss zudem weitere Verpflichtungen vor dem Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München am Samstag (15.30 Uhr) aus. Die Winter-Transferperiode endet am kommenden Montag.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel