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Rapid-Kapitän leidet an einer Schambeinentzündung © APA

Knapp drei Wochen vor dem Auftakt der Frühjahrsmeisterschaft in der österreichischen Fußball-Bundesliga ist der Zeitpunkt des

Knapp drei Wochen vor dem Auftakt der Frühjahrsmeisterschaft in der österreichischen Fußball-Bundesliga ist der Zeitpunkt des Comebacks von Steffen Hofmann weiter offen. Der Rapid-Kapitän absolviert im Trainingscamp in Belek zwar regelmäßig Laufeinheiten und trainiert phasenweise schon mit der Mannschaft, Adduktorenprobleme infolge der Schambeinentzündung machten bisher aber einen Testspiel-Einsatz unmöglich.

"Es geht mir deutlich besser als vor der Winterpause. Doch nach so einer langen Zeit, in der man nichts gemacht hat, dauert es eine Weile, bis man sich wieder an die Belastung gewöhnt", sagte Hofmann.

Ob der Deutsche bis zum ersten Liga-Match in diesem Jahr am 12. Februar in Wiener Neustadt fit wird, steht in den Sternen. "Vielleicht geht es sich aus, vielleicht auch nicht. Es wird auf jeden Fall meine alleinige Entscheidung sein. Ein Arzt kann zwar Bilder machen, aber auf den Bildern sieht man keine Schmerzen", erklärte Hofmann.

Seit vergangenen Sommer laborierte der Regisseur an einer Schambeinentzündung, die schließlich eine Adduktorenverletzung nach sich zog und dazu führte, dass Hofmann zuletzt am 21. Oktober des Vorjahres beim 2:0-Auswärtssieg in der Europa League gegen ZSKA Sofia im Rapid-Trikot zu sehen war. "Die ersten ein, zwei Wochen danach waren fast angenehm, weil ich vorher täglich Schmerzen hatte. Dann war die Zeit da, um wieder runterzukommen. Aber jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich unbedingt wieder spielen will", meinte der 30-Jährige.

Der Geist ist bei Hofmann willig, doch das Fleisch noch schwach. "Meine Adduktoren sind nicht so, dass ich sagen kann, ich bin hundertprozentig fit." Immerhin ist die Schambeinentzündung weitgehend abgeklungen. "Von meinem Empfinden her ist es viel besser. Aber die Zone rund ums Schambein ist noch nicht so gut, das wird noch dauern."

Die Ungewissheit über die Dauer der Zwangspause nagt am Mittelfeldspieler. "Vielleicht wäre irgendeine andere Verletzung besser gewesen, bei der man acht Wochen oder drei Monate nicht spielen kann. Da weiß man wenigstens, wann man wieder fit ist", erklärte der Mittelfeldspieler, der zuvor mit Ausnahme eines Innenbandrisses im Knie im Sommer 2006 von schweren Verletzungen verschont geblieben war. "Insofern kann ich mich nicht beklagen. Ich bin zufrieden damit, was mein Körper bisher hergegeben hat."

Hofmanns Ausfall schmerzte Rapid weit weniger als im Vorfeld befürchtet. Zwar kassierten die Hütteldorfer ohne ihren Kapitän in den letzten drei Europa-League-Partien drei Niederlagen, dafür holten sie in der Meisterschaft aus acht Spielen vier Siege und vier Remis. "Daran sieht man: So wichtig bin ich auch wieder nicht", schmunzelte der zweifache "Fußballer des Jahres".

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