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Schwere Ausschreitungen in Belgrad © APA (epa)

16 serbische Fußballfans sind am Dienstag von einem Belgrader Gericht zu insgesamt 240 Jahren Haft verurteilt worden. Ihnen

16 serbische Fußballfans sind am Dienstag von einem Belgrader Gericht zu insgesamt 240 Jahren Haft verurteilt worden. Ihnen wurde angelastet, im September 2009 einen 27-jährigen französischen Schlachtenbummler vor einem Cafe im Zentrum Belgrads so schwer zusammengeschlagen zu haben, dass er zwölf Tage später seinen schweren Verletzungen erlag.

Zwei Angeklagte wurden zu 35 bzw. 32 Jahren Haft verurteilt, die restlichen kamen laut Medienberichten mit Haftstrafen zwischen 12 und 30 Jahren davon. Die höchstmögliche Strafe wäre 40 Jahre gewesen.

Die tödliche Attacke erfolgte vor einem Match der Europa League zwischen Partizan und Toulouse. Die serbischen Behörden beteuerten nach dem Tod des Franzosen, der Gewalt bei Sportereignissen energisch ein Ende setzen zu wollen.

Erst im Oktober des Vorjahres war in einem Eilverfahren eine Gesetzesänderung verabschiedet worden, die die Verlängerung der U-Haft bei Schnellverfahren von bisher 8 auf 30 Tage ermöglicht. Den Anlass dazu hatten allerdings Ausschreitungen nationalistischer Gruppen und Fußballfans am Rande einer ersten Schwulenparade in Serbien kurz zuvor geliefert.

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