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Sind die Olympiasieger zu schlagen? © APA (epa)

Titelverteidiger Österreich geht als Topfavorit in die am Wochenende in Willingen beginnende dritte Auflage der Team-Tour. Die

Titelverteidiger Österreich geht als Topfavorit in die am Wochenende in Willingen beginnende dritte Auflage der Team-Tour. Die aus fünf Bewerben bestehende Skisprung-Serie macht außerdem wieder in Klingenthal und Oberstdorf Station, die abschließenden zwei Wettkämpfe sind Skiflugkonkurrenzen. Das ÖSV-Team tritt in Bestbesetzung an, die siegreiche Mannschaft erhält 100.000 Euro.

Wie zuletzt in Zakopane bilden Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Martin Koch und Manuel Fettner das rot-weiß-rote Aufgebot. Gegenüber Polen fehlt Mario Innauer im auf sechs Mann reduzierten Kontingent. Den Auftakt der Tour bildet am Samstag ein Mannschaftsspringen in Willingen, am Sonntag folgt dort dann ein Einzelbewerb.

Mit Stockerlplätzen von Tourneesieger Morgenstern (bereits 7 Siege/14 Podestplätze) und Kofler (3/6) ist in den Einzelkonkurrenzen der Tour ohnehin zu rechnen, und auch der Sieg in den zwei Mannschaftsbewerben wird wohl nur über das im bisherigen Saisonverlauf so dominante ÖSV-Team führen.

Im Vorjahr holten sich die ohne die Olympiateilnehmer angetretenen Österreicher den Gesamtsieg erst im allerletzten Sprung vor Norwegen. 2009 waren es die Skandinavier gewesen, die den ÖSV-Adlern den Sieg in letzter Minute wegschnappt hatten. Den bisher einzigen Nationenvergleich der aktuellen Saison zum Auftakt in Kuusamo gewann Österreich.

Der überlegene Weltcup-Führende Morgenstern hofft jedenfalls auf die Fortsetzung seines seit Monaten andauernden Höhenfluges. "Es ist eine große Herausforderung, eine gute Form über die gesamte Saison zu halten. Ich fühle mich nach wie vor wohl und freue mich auf die bevorstehenden Wettkämpfe", betonte der Kärntner.

Als einen der Rivalen seiner Mannschaft um den Gesamtsieg sieht er Deutschland. "Wir haben eine sehr große Qualität in der eigenen Mannschaft, aber uns ist bewusst, dass der Erfolg nicht selbstverständlich ist. Mein Geheimtipp wäre die deutsche Mannschaft, die zeigen ganz klar eine positive Entwicklung", streute Morgenstern den Gastgebern Rosen.

Während Morgenstern auf Konstanz auf höchstem Niveau hofft, hat sich Schlierenzauer eine weitere Steigerung vorgenommen. Der Tiroler schaffte es zuletzt nach seiner Knieverletzung wieder zweimal in die Top Ten. "Die Sprünge werden immer besser und das Gefühl kommt schön langsam aber sicher zurück", versicherte der im Vorjahr in Klingenthal siegreiche 21-Jährige.

Die Ränge sechs und neun in Zakopane stimmen ihn für die anstehenden Aufgaben und auch hinsichtlich der WM zuversichtlich. "Ich freue mich auf die bevorstehende Team Tour und werde versuchen, wieder einen Schritt weiterzukommen, um für die Weltmeisterschaften in Oslo ein Wörtchen mitzureden", bekräftigte Schlierenzauer.

Der am Sonntag in Zakopane gestürzte Olympiazweite Adam Malysz (POL) wird trotz erlittener Handgelenksfraktur und Knieprellung bereits in Willingen wieder mit dabei sein. Nach der Tour stehen dann vor der WM in Norwegen nur noch zwei Skifliegen in Vikersund auf dem Programm.

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