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Riesch führt im Gesamtweltcup vor Vonn © APA (epa)

Die Weltcup-Rennen der Damen am Wochenende in Sestriere stehen erneut im Zeichen des Duells um den Gesamtweltcup zwischen Lindsey

Die Weltcup-Rennen der Damen am Wochenende in Sestriere stehen erneut im Zeichen des Duells um den Gesamtweltcup zwischen Lindsey Vonn und der deutschen Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch, die derzeit 145 Punkte vor der US-Titelverteidigerin liegt. Daneben wird aber auch die Schwedin Anja Pärson, die Dominatorin des einzigen Abfahrts-Trainingslaufs am Donnerstag, zu beachten sein.

Nebel und Schneefall machten am Freitag einen weiteren Zeitlauf für die Abfahrt am Samstag (Start: 10.30 Uhr/live ORF eins) unmöglich. "Es bestand keine Chance, das zweite Training durchzuführen", betonte ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl. Michaela Kirchgasser nutzte den Tag daher für das Slalom-Training im Hinblick auf die Super-Kombination mit einem Super-G am Sonntag (10.00/13.00). "Das war eine gute Stabilitätsübung bei dem Wetter", erklärte die Salzburgerin.

Da die Wetterprognose auch für Samstag nicht gut ist, könnte das Sestriere-Programm umgestellt werden. "Vor allem der Nebel könnte auch morgen einen Strich durch die Rechnung der Veranstalter machen. Es wird diskutiert, eventuell die Superkombination vorzuziehen. Eine Entscheidung über das weitere Programm wird bis zum Team Captains Meeting um 17.00 Uhr heute gefällt werden", erklärte Mandl.

Regina Mader, im Donnerstag-Training als Neunte als einzige ÖSV-Dame in den Top Ten, hoffte indes wie ihre Kolleginnen auf eine Wetterbesserung. Die Absage des Zeitlaufs machte ihr jedoch nichts aus. "Die Form stimmt im Moment, und das erste Training passt bei mir eh immer", gab die Tirolerin, die zuletzt im Super-G in Cortina d'Ampezzo als beste Österreicherin Sechste wurde, zu Protokoll.

Auch Anna Fenninger, im ersten Cortina-Super-G Dritte, fand den Ausfall des Freitags-Zeitlaufs nicht weiter tragisch und gab sich ebenfalls zuversichtlich. "Ein Training reicht ohnedies. Ich fühle mich derzeit wohl, habe ein gutes Gefühl und eine gute Form, die ich hoffentlich im Rennen wieder zeigen kann", sagte die Speed-Spezialistin aus Salzburg.

Vonn bezeichnete die Absage "als richtige Entscheidung. Es ist besser, wenn sie die Piste für morgen vorbereiten können", meinte die 26-Jährige, die sich zwei Siege für Sestriere vorgenommen hat. "Ich hoffe, ich kann dieses Wochenende ein paar Punkte auf Maria gutmachen, es wird aber nicht wirklich leicht."

Während die jüngsten 14 Abfahrten entweder von Vonn (9) oder wie zuletzt in Cortina von Riesch (5) gewonnen worden sind, warten die ÖSV-Damen seit dem 28. Februar 2009, als Andrea Fischbacher in Bansko triumphierte, auf einen Weltcup-Sieg in der Königsdisziplin. Die Super-G-Olympiasiegerin aus Salzburg hatte im März 2004 in Sestriere ihr Weltcup-Debüt gegeben. "Da bin ich die Aqua Minerale noch zu verhalten gefahren. Vier Jahre später habe ich gewusst, wie sie geht", erinnerte sich Fischbacher sowohl an ihren Ausfall vor knapp sieben Jahren als auch an ihren ersten Super-G-Weltcup-Sieg im Februar 2008 zurück.

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