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Mario Scheiber hat Sturz in Chamonix überstanden © APA (epa)

Der österreichische Skirennläufer Mario Scheiber hat die erste Nacht nach seinem schweren Sturz im Abfahrtstraining in Chamonix

Der österreichische Skirennläufer Mario Scheiber hat die erste Nacht nach seinem schweren Sturz im Abfahrtstraining in Chamonix komplikationsfrei und gut überstanden. "Es geht mir eigentlich ganz gut. Ich bin zwar sehr müde und erschöpft, aber zum Glück habe ich keine Schmerzen. Das Wichtigste ist jetzt, dass ich ganz gesund werde und wieder alles normal tun kann", meinte der Osttiroler.

Scheiber, der sich unter anderem einen Bruch des rechten Schlüsselbeins und des Nasenbeins zugezogen hat, befindet sich in stabilem Zustand, wird aber laut ÖSV-Teamarzt Martin Gruber noch ein bis zwei Nächte im Mont-Blanc-Krankenhaus in Sallanches verbringen müssen. Die Entscheidung, wann und wie der 27-Jährige nach Österreich transportiert wird, ist noch offen. Zur Debatte stehen ein Flug, wohl von Genf nach Innsbruck, oder aber die Fahrt mit einem Rettungsauto.

Auch in Österreich wird Scheiber voraussichtlich zunächst in einem Innsbrucker Spital untergebracht werden, laut Gruber könnte er dann Mitte kommender Woche in häusliche Pflege entlassen werden. Gruber stand auch noch am Freitag der Schrecken ins Gesicht geschrieben, der erste Anblick sei fast identisch mit jenem von Hans Grugger nach dessen schweren Sturz in Kitzbühel gewesen. "Aber Mario war zum Glück nach zwei, drei Minuten ansprechbar", sagte Gruber.

Herren-Cheftrainer Mathias Berthold hat Scheiber gleich am Donnerstag einen Besuch im Spital abgestattet. "Seine erste Frage war, wann er wieder Rennen fahren kann", berichtete Berthold über das Kämpferherz seines Schützlings. Auch Berthold glaubt, dass Scheiber einmal mehr den Weg zurück beschreiten wird. "Mario ist ein harter Hund. Er hat schon oft gezeigt, dass er ein Kämpfer ist. Er wird noch stärker zurückkommen", betonte Berthold.

Bei der in eineinhalb Wochen beginnenden WM in Garmisch wird das ÖSV-Team Scheiber schmerzlich vermissen. "Das ist natürlich bitter, dass er für Garmisch ausfällt. Mario war super in Form und eine unserer größten Medaillenhoffnungen in der Abfahrt und im Super-G", meinte Berthold.

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