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Jungprofi Draxler bricht die Schule ab © dpa

Der Schulabbruch des deutschen Fußball-Jungprofis Julian Draxler sorgt für Diskussionsstoff. Die Vereinigung der

Der Schulabbruch des deutschen Fußball-Jungprofis Julian Draxler sorgt für Diskussionsstoff. Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) kritisierte den FC  Schalke 04 und Trainer Felix Magath für ihren Umgang mit dem Talent. "Es ist unverantwortlich, dass ein Club von einem 17-Jährigen verlangt, das Abitur sausen zu lassen", sagte VdV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky dem Magazin "Focus".

"Talente hat es viele gegeben, ein Tritt im Training und die Karriere war vorbei." Laut Spielergewerkschaft habe nur jeder Zehnte aller deutschen Profis nach der sportlichen Karriere finanziell ausgesorgt. "Schulische und berufliche Ausbildung haben Priorität und müssen von den Vereinen neben dem Fußball gewährleistet sein", betonte Baranowsky. Fußballer, die erst mit 30 Jahren die Zweitkarriere vorantrieben, hätten auf dem Arbeitsmarkt heute kaum Chancen. Ähnliche Bedenken hatte zuvor u.a. auch Matthias Sammer geäußert.

"Ich finde es extrem schade, dass er die Schule abgebrochen hat. Denn eine Karriere kann morgen wegen einer Verletzung vorbei sein", sagte der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Magath hatte nach dem Cup-Erfolg gegen Nürnberg am vergangenen Dienstag erklärt, dass er dem Siegtorschützen im Vorjahr geraten habe, das Gymnasium abzubrechen, um sich ganz auf seine Fußball-Karriere zu konzentrieren. Davon habe er auch Draxlers Eltern überzeugt. "In 15 bis 20 Jahren braucht er kein Abitur mehr", weil er "in den Top-Ligen" spielen werde, lautete Magaths Begründung. Der Schüler hatte zum Jahresende die Schule abgebrochen. Eigentlich hatte er vor, 2013 seine Matura zu machen.

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