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Berthold kämpft mit vielen Ausfällen © APA (Techt)

Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle der Speed-Spezialisten Mario Scheiber, Georg Streitberger und Hans Grugger bleibt

Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle der Speed-Spezialisten Mario Scheiber, Georg Streitberger und Hans Grugger bleibt ÖSV-Herren-Cheftrainer Mathias Berthold zuversichtlich. "Jetzt kommen andere, die in die Bresche springen", betonte der Vorarlberger am Rande der Super-Kombination am Sonntag in Chamonix und verwies darauf, dass seine Mannschaft die jüngsten Rückschläge gut weggesteckt hat.

"Wir hatten hier in der Abfahrt am Samstag fünf Österreicher in den Top Ten, das ist ein fantastisches Ergebnis." Aber natürlich schmerzten ihn die Ausfälle von Scheiber, Streitberger und Grugger so knapp vor der in gut einer Woche beginnenden Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen (7. bis 20.2.). "Unglaublich, da fehlen einem die Worte", meinte Berthold zu den drei verhängnisvollen Stürzen in den vergangenen zehn Tagen. "Mir tut es speziell für die Athleten leid. Der Hans ist natürlich ein spezieller Fall, doch man hört Gott sei Dank jeden Tag positive Nachrichten aus dem Krankenhaus. Und Mario und Georg waren in einer Superform."

Bei der WM sind in der Abfahrt Michael Walchhofer, Klaus Kröll und Romed Baumann gesetzt. Für den vierten Platz kommen Joachim Puchner und Hannes Reichelt infrage. Im Super-G sind nach dem Ausfall von Spezial-Weltcup-Leader Georg Streitberger und Speed-Ass Mario Scheiber bisher nur Walchhofer und Baumann Fixstarter.

"Benjamin Raich hat auch sehr gute Chancen, im Super-G dabei zu sein", sagte Berthold. Gleichzeitig merkte der Vorarlberger an, dass man noch das letzte Saisonrennen in dieser Disziplin am kommenden Samstag in Hinterstoder abwarten müsse. Kröll, Reichelt und Stephan Görgl könnten sich noch für einen WM-Startplatz im Super-G empfehlen.

Neben den Nominierungen für das Großereignis in Bayern bereitet Berthold vor allem die aktuelle Sicherheitsdiskussion nach den schweren Abfahrtsstürzen in den vergangenen zehn Tagen Kopfzerbrechen. "Diese Diskussion muss unbedingt weitergeführt werden. Aber es wird schwer, was zu finden, um das Problem zu lösen, wenn einer mit 140 km/h die Kontrolle verliert", weiß der Ex-Skirennläufer, dass es kein leichtes Unterfangen darstellt, "sicherere Lösungen" für die alpine Königsdisziplin zu entwickeln. "Man muss auf jeden Fall beim Material ansetzen - bei den Ski, Bindungsplatten, Helmen und Protektoren."

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