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Niedergeschlagenheit bei den "Königlichen" © APA (epa)

Mit Trainer Jose Mourinho wollte Real Madrid nach zwei erfolglosen Jahren endlich wieder Titel gewinnen. Nun aber stehen die

Mit Trainer Jose Mourinho wollte Real Madrid nach zwei erfolglosen Jahren endlich wieder Titel gewinnen. Nun aber stehen die "Königlichen" in der Primera Division noch schlechter da als im Vorjahr. Nach Reals überraschender 0:1-Schlappe bei Osasuna sehen viele Beobachter bereits eine Vorentscheidung im Rennen um die Meisterschaft. Sieben Zähler beträgt der Rückstand auf den FC Barcelona.

Acht Spiele hatte Abstiegskandidat Osasuna auf einen vollen Erfolg gewartet. Ausgerechnet gegen die "Königlichen" schlug das Team aus Pamplona zu. Javier Camunas erzielte aus einem Konter in der 62. Minute den Siegestreffer für die Gastgeber und besiegelte damit die zweite Saisonniederlage für die vergebens anstürmenden Madrilenen nach dem 0:5 in Barcelona. Mourinho wirkte nach der Pleite niedergeschlagen und ratlos.

Der Portugiese machte seinen Spielern keine Vorwürfe und schimpfte auch nicht auf den Schiedsrichter oder das fanatische Publikum. Dreimal hatten Osasuna-Fans Angriffszüge von Real unterbrochen, indem sie von den Rängen einen Ball aufs Spielfeld warfen. Vor wenigen Wochen hatte der Real-Coach noch gesagt: "Bei mehr als sechs Punkten Rückstand ist der Kampf um den Titel gelaufen." So weit wollte der Portugiese nun nicht mehr gehen, räumte aber ein: "Nun wird es für uns ganz schwer."

Dabei hatte Real den Star-Trainer in der Hoffnung verpflichtet, dass mit "Mou" der Gewinn von Titeln praktisch garantiert sei. Nun stehen die Madrilenen schlechter da als in der vergangenen Saison. Mit Ex-Trainer Manuel Pellegrini waren sie nie mehr als fünf Punkte hinter Barcelona zurückgelegen. Nach einer Umfrage der Real nahestehenden Sportzeitung "Marca" gehen nun 85 Prozent der Fußballfans in Spanien davon aus, dass Barca seinen Titel verteidigen wird. Das in Barcelona erscheinende Sportblatt "El Mundo Deportivo" jubelte: "Real ist k.o."

Reals Spieler wollten von einer Vorentscheidung nichts wissen. "Wir müssen positiv denken, auch wenn das schwer ist", meinte Superstar Cristiano Ronaldo. Und der aufgrund einer Grippe erst im Finish eingewechselte Weltmeister Xabi Alonso erklärte: "Es sind noch viele Punkte zu vergeben." Spaniens Presse sah hingegen in der Qualität der Akteure den Vorteil zugunsten von Barcelona. "Mit Leuten wie Lass (Diarra, Anm.) und Khedira verspielt man einen Titel", meinte die Zeitung "El Mundo".

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