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Martin Stranzl verteidigt nun für Gladbach © APA (dpa)

Österreichs Legionärs-Kontingent wächst und Deutschland bleibt das Exportland Nummer 1. Nach dem Wechsel von Martin Stranzl zu

Österreichs Legionärs-Kontingent wächst und Deutschland bleibt das Exportland Nummer 1. Nach dem Wechsel von Martin Stranzl zu Mönchengladbach tummeln sich derzeit 15 rot-weiß-rote Kicker in den Kadern der Fußball-Bundesligisten. Neben etablierten Teamkickern wie Pogatetz, Prödl oder Fuchs hoffen bei den Amateur-Teams auch Talente wie Raphael Holzhauser (17 Jahre/Stuttgart) auf den Durchbruch.

Doch herrscht im deutschen Konkurrenzkampf nicht nur eitel Wonne. Während sich Andreas Ivanschitz über eine fixe Zusage von einem Arbeitgeber Mainz freuen durfte, suchten andere Landsleute in der Winterpause notgedrungen neue Herausforderungen. Talent David Alaba wechselte in der Hoffnung auf einen Stammplatz leihweise vom FC Bayern zu Liga-Konkurrent Hoffenheim. Eine Rechnung, die derzeit aufzugehen scheint.

Über den Umweg zweite deutsche Liga wollen sich Ümit Korkmaz und Jürgen Säumel zurück ins Rampenlicht spielen. Der nach zahlreichen Verletzungen bei Eintracht Frankfurt aussortierte Korkmaz will im Frühjahr beim VfL Bochum für Furore sorgen. Der in Italien nicht glücklich gewordene Säumel wechselte zum Liga-Konkurrenten MSV Duisburg und ist dort Teamkollege von Stefan Maierhofer.

Österreichs namhaftester Export nach England ist nach wie vor Paul Scharner, der in der prestigeträchtigen Premier League bei West Bromwich nicht nur aufgrund seiner ausgefallenen Frisuren für Aufsehen sorgt. U21-Teamstürmer Andreas Weimann (19) verließ Aston Villa im Jänner, um sich per Leihvertrag über Zweitligist Watford beim Club aus Birmingham aufzudrängen. Bereits seit zweieinhalb Jahren in der League Championship (2. Liga) spielt Johannes Ertl, der seit Sommer für Sheffield United verteidigt.

Während in den Top-Ligen im Land des Weltmeisters Spanien sowie in Frankreich seit Jahren keine Österreicher aufscheinen, scheint Italiens Serie A vor allem für ÖFB-Talente interessant. Christoph Knasmüllner, bisher Bayern München, erhofft sich nach seinem Transfer zum regierenden Meister Inter Mailand überschwänglich einen Stammplatz beim Champions-League-Sieger. In der Primavera, der Nachwuchsmeisterschaft, sind Lukas Spendlhofer (Inter) und Marcel Büchel (Juventus) engagiert.

In der niederländischen Ehrendivision sorgte nach Anlaufschwierigkeiten in jüngster Zeit Marc Janko für Aufsehen. Mit 14 Saisontoren für den derzeit zweitplatzierten Meister Twente Enschede peilt der ÖFB-Teamkapitän die Torjägerkrone an. Sportlich weniger erfreulich läuft es für Andreas Lasnik, der mit Schlusslicht Willem II Tilburg vor dem Abstieg steht.

Abseits der großen europäischen Ligen vergrößerte sich das Legionärs-Kontingent vor allem bei Ex-EURO-Partner Schweiz. Aleksandar Dragovic und Daniel Beichler zogen von der Austria respektive von Hertha BSC in die "Super League" zum FC Basel bzw. FC St. Gallen. Bei St. Gallen arbeitet seit kurzem auch Ex-Teamchef-Assistent Heinz Peischl als Sportchef.

Sanel Kuljic versucht sich bis Saisonende beim griechischen Schlusslicht Larissa und bekommt es dabei u.a. mit den ÖFB-Teamtorhütern Jürgen Macho (Panionios) und Michael Gspurning (Xanthi) zu tun. Hannes Eder zog es von Rapid leihweise nach Dänemark zu SönderjyskE. Ein weithingehend unbeachtetes Dasein fristen einige ehemalige Nachwuchskicker. Beispiele sind die beiden Ex-U21-Teamspieler Daniel Sikorski (Gornik Zabrze/POL) und Butrint Vishaj (Skenderbeu Korca/ALB).

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