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Mesotitsch will für die WM fit werden © APA (Archiv/dpa)

Nur durch ein "Rumpfteam" ist der ÖSV bei den kommenden zwei Biathlon-Weltcupstationen im US-Bundesstaat Maine vertreten. Tobias

Nur durch ein "Rumpfteam" ist der ÖSV bei den kommenden zwei Biathlon-Weltcupstationen im US-Bundesstaat Maine vertreten. Tobias Eberhard und Fritz Pinter führen das vorerst nur vierköpfige Aufgebot an. Durch das Fehlen der rekonvaleszenten Leistungsträger Christoph Sumann, Dominik Landertinger, Daniel Mesotitsch und Simon Eder sind die Erwartungen für die Weltcup-Premiere in Presque Isle gering.

Bei der WM-Generalprobe eine Woche später in Fort Kent will zumindest Sumann wieder teilnehmen. Auch für Eder ist das noch eine Option, er entscheidet am Freitag über die Reise nach Übersee. Landertinger und Pokljuka-Sieger Mesotitsch werden hingegen vor der WM keine Weltcup-Rennen mehr bestreiten. Sie versuchen, in der Heimat für die Titelkämpfe in Chanty-Mansijsk (1. bis 13. März) wieder in Hochform zu kommen. Mesotitsch muss aber erst wieder gesund werden, derzeit muss er Antibiotika einnehmen.

Massenstart-Weltmeister Landertinger absolvierte nach einer Grippe zu Wochenbeginn erstmals wieder Lauftraining. "Eine Wohltat, nachdem ich die letzten Tage nur im Bett verbringen konnte. Bei diesen Bedingungen daheim in Hochfilzen waren die Runden auf der Loipe einfach ein Genuss", betonte der Tiroler. Ihm bliebt nur noch die U26-EM in Ridnaun (21. bis 27. Februar) als letzter WM-Härtetest.

Sumann hofft nach überwundener Magen-Darm-Grippe endlich auf ein Ende der seit Saisonbeginn andauernden Krankheitsserie. "Jetzt bin ich gesund und das soll und wird auch hoffentlich so bleiben bis zum Ende der Saison. Bis dato waren wir nicht gerade von Glück gesegnet", meinte der Routinier, der mit einer gelungenen WM die "Seuchensaison" doch noch retten will.

Eder musste den geplanten Einsatz kurzfristig doch noch umplanen. Der Salzburger fühlt sich wie seine Mannschaftskollegen nicht fit genug für den Wettkampf- und auch Reisestress im WM-Vorfeld. "Aufgrund des großen Trainingsrückstandes wäre es jetzt einfach zu fahrlässig, ein weiteres Mal Rennen ohne entsprechende Vorbereitung zu laufen", sagte Eder. Er hatte in Hochfilzen für einen der bisher vier ÖSV-Podestplätze der Saison gesorgt. "Jedenfalls bin ich trotz aller Kleinigkeiten, die im Moment danebengehen, schon wieder topmotiviert", bekräftigte der Saalfeldener.

Damit bilden vorläufig Pinter, Tobias Eberhard, Julian Eberhard und Sven Grossegger das ÖSV-Aufgebot. Aus internationaler Sicht werden die US-Rennen im Hinblick auf die WM-Vorbereitung von zahlreiche Spitzenathleten gänzlich oder teilweise ausgelassen. So werden etwa die beiden Norweger Emil Hegle Svendsen (Training) und Lars Berger (Knieverletzung) bei beiden Stationen fehlen

Zum Auftakt der Überseebewerbe steht in Presque Isle am Freitag ein Sprint (15.30 Uhr/live ORF eins) auf dem Programm. Am Sonntag (16.00/live ORF Sport plus) folgt die Verfolgung. In der Mixed-Staffel am Samstag ist der ohne Damen angereiste ÖSV ohnehin nicht mit dabei. Vom 10. bis 13. Februar geht es dann im lediglich eine Autostunde entfernten Fort Kent an der Grenze zu Kanada weiter.

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