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Namensgeber der Hannes-Trinkl-Strecke © APA (Archiv/Techt)

Am 7. Februar 2001 raste Hannes Trinkl in St. Anton vor 35.000 Zuschauern zu Gold in der WM-Abfahrt. "Eine lässige Abfahrt, ein

Am 7. Februar 2001 raste Hannes Trinkl in St. Anton vor 35.000 Zuschauern zu Gold in der WM-Abfahrt. "Eine lässige Abfahrt, ein super Tag. Aber man darf sein Leben nicht auf Sachen aufbauen, die lange her sind", meinte der Oberösterreicher im APA-Gespräch. Deutlich näher als die Erinnerungen an 2001 geht dem seit Dienstag 43-Jährigen die Verletzungsserie seiner Nachfolger im Team der ÖSV-Alpinen.

Der Namensgeber und Pistenchef der "Hannes-Trinkl-Strecke" in Hinterstoder, wo es am Samstag (Super-G) und Sonntag (Riesentorlauf) um Weltcup-Punkte gehen wird, leidet mit Hans Grugger, Mario Scheiber und Georg Streitberger mit. "Nach einem Sturz wie jenem von Hans Grugger bin ich tagelang wie gelähmt, das ist wirklich tragisch", sagte Trinkl, der in der Schlussphase seiner 2004 zu Ende gegangenen aktiven Karriere Zimmerkollege Gruggers war.

Der vor Kraft und Routine strotzende Schweizer Didier Cuche ist für Trinkl ein Musterbeispiel, wie man schwere Stürze und Verletzungen so gut wie möglich vermeidet. "Cuche betreibt die Flucht nach vorne. Man muss schauen, dass man skitechnisch und körperlich top vorbereitet ist, und dann muss man sich konsequent und konzentriert runterhauen. Je älter der Läufer, umso besser gelingt das", erklärte Trinkl, der auch Parallelen zum Alltag suchte: "Jeden Tag passieren schreckliche Autounfälle, trotzdem steigt man wieder ins Auto."

Der dreifache Familienvater, der selbst von einigen Verletzungen zurückgeworfen worden war, sieht eine stetige Verbesserung der Sicherheitsstandards im Weltcup. "Es wird jedes Jahr besser. Das Risiko muss so gut wie möglich minimiert werden. Aber ein Restrisiko wird immer bleiben", stellte der Sieger von sechs Weltcup-Rennen und Olympia-Dritte 1998 klar.

Die Sicherheit bei den Bewerben in Hinterstoder haben für Trinkl "absolut oberste Priorität". "Die Sicherheit der Läufer ist unser größtes Anliegen." Zu kurz sollen aber auch nicht Show und Spaß für die Rennläufer sowie die erhofften jeweils 15.000 Zuschauer kommen. In dieser Hinsicht hat Trinkl ein großes Vorbild. "Kitzbühel ist der Olymp des Veranstaltens. Da kann man sich sehr viel abschauen."

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