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Kroate auch für WM zuversichtlich © APA (epa)

Ivica Kostelic ist als überlegener Weltcup-Leader im alpinen Ski-Weltcup nach Österreich gekommen. Der 31-jährige Kroate

Ivica Kostelic ist als überlegener Weltcup-Leader im alpinen Ski-Weltcup nach Österreich gekommen. Der 31-jährige Kroate führt nach seinem sensationellen Jänner (7 Siege, 999 Punkte) vor den Rennen am Samstag (Super-G) und Sonntag (Riesentorlauf) in Hinterstoder 475 Punkte vor seinem ersten Verfolger Silvan Zurbriggen, der gar nicht nach Oberösterreich gereist ist.

Im Interview mit der APA sprach Kostelic u.a. über seine aktuelle Erfolgsserie und seine Erwartungen für die WM in Garmisch-Partenkirchen.

APA: Wie viele Leute haben Ihnen schon zum Sieg im Gesamt-Weltcup gratuliert?

Kostelic: "Einige, zum Beispiel Didier Cuche. Ich hoffe, dass er ein gutes Auge für die Zukunft hat. Aber ich nehme die Gratulationen natürlich nicht an, das ist nicht seriös. Der Weltcup ist noch nicht zu Ende."

APA: Wie sind die Reaktionen in Ihrer kroatischen Heimat?

Kostelic: "Die Leute sind wieder skibegeistert. Wie damals in den Zeiten von Janica (Ivicas Schwester war eine der erfolgreichsten Skifahrerinnen aller Zeiten, Anm.), die eine der wichtigsten Stützen für mich ist. Auch die Medien sind sehr interessiert. Ich war jetzt einige Tage in Kroatien, da hatte ich jede Menge Interviews zu erledigen. Alle sind sich gar nicht ausgegangen."

APA: Was macht Sie momentan so stark?

Kostelic: "Ich werde sehr oft gefragt, was mein Geheimnis ist. Es gibt keine einfache Antwort darauf. Es kommen viele Dinge zur richtigen Zeit zusammen. Das ist seit meinem Sieg in München (Parallel-Slalom am 2.1., Anm.) so. Und Seriensieger haben natürlich mental einen großen Vorteil."

APA: Sie haben in der laufenden Saison bereits rund 300.000 Euro Preisgeld verdient. Wie wichtig sind diese Nebengeräusche für Sie?

Kostelic: "Geld ist nicht unwichtig, aber trotzdem eine Nebensache. Im Sport gibt es viel wichtigere Dinge als Geld."

APA: Sind Sie nach einem derartigen Monsterprogramm und solchen Leistungen nicht müde?

Kostelic: "Nach Chamonix war ich sehr müde. Die kurze Auszeit jetzt in Kroatien war sehr wichtig für mich, da konnte ich ein wenig durchatmen. Wirklich voll sind die Batterien aber natürlich nicht, das ist nur nach dem Sommerurlaub der Fall."

APA: Werden Sie diese Form und Lockerheit auch in die WM mitnehmen?

Kostelic: "Das hoffe ich natürlich. Die WM-Strecken liegen mir, ich habe ein gutes Gefühl."

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