vergrößernverkleinern
Bernadette Schild mit Chancen auf WM-Slalom © APA (Hochmuth)

Marlies Schild (29) genießt nach dem fünften Saisonsieg im Slalom ihre Rolle als Gejagte für die kommenden alpinen

Marlies Schild (29) genießt nach dem fünften Saisonsieg im Slalom ihre Rolle als Gejagte für die kommenden alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen. Ihre jüngere Schwester Bernadette (21) hingegen bäckt derzeit noch kleinere Brötchen, verbuchte als Zwölfte des Zwiesel-Torlaufes aber einen kleinen Teilerfolg und darf auf ihr WM-Debüt hoffen.

Die Entscheidung werden die Trainer fällen, ob als vierte rot-weiß-rote Dame neben Marlies Schild, Kathrin Zettel und Nicole Hosp die kleine Schild oder doch die erfahrenere Michaela Kirchgasser bei den Welttitelkämpfen antreten wird.

"Ich denke darüber nicht nach, ich sehe es auch nicht so, dass es ein Duell zwischen Michi und mir ist. Es wäre super, wenn ich hinfahren darf, ich würde mich total freuen und alles geben", meinte Bernadette Schild. Sie sprach einerseits davon, dass bei einer WM nur Gold, Silber und Bronze zählen und sie dafür nicht infrage komme, es aber andererseits eine gute Erfahrung wäre.

Das sieht auch ihr große Schwester so. "Mich würde es freuen, wenn sie mitfahren könnte. Sie ist im Training teilweise schon gut dabei. Sie ist nicht langsamer als die anderen, deswegen wäre es für sie sicher gut und gute Erfahrung", sagte Marlies Schild. Bernadette Schild war in diesem Winter auch bereits Siebente in Courchevel.

Über Erfahrung verfügt Marlies Schild, die Gewinnerin von 26 Weltcup-Slaloms und zwei Kristallkugeln reichlich, sie will sich in Garmisch den lange gehegten Traum vom Einzel-Gold erfüllen. "Ich habe den Slalom-Weltcup zweimal gewonnen, aber ich habe keine Goldmedaille. Ich denke, die Goldmedaille ist wichtiger", beantworte sie die Frage nach ihren Prioritäten in diesem Winter.

"Ich denke, die Chance ist da, dass ich die Medaille mache - eine mache. Ich werde das Beste probieren, nichts Übermenschliches, einfach ganz normal Ski fahren. Ich hoffe, dass es gut geht. Wenn es passt, passt es, wenn nicht, passt es auch", betonte Schild.

Das Gefühl, Topfavoritin zu sein, behagt Marlies Schild mehr als jedes andere. "Ich bin generell lieber die Gejagte. Ich stehe nach dem ersten Lauf auch gerne als Letzte am Start oben. Aber es geht auch, wenn man als Dritte oben steht nach dem ersten Durchgang - so wie heute."

Großereignisse haben ihre eigenen Gesetze, das hat auch Schild 2007 in Aare zur Kenntnis nehmen müssen, als sie als Topfavoritin im WM-Rennen Zweite wurde. Vielleicht kommt in Garmisch ja das Gesetz der aktuellen Serie zu tragen. "Ich bin in Aspen ausgefallen, dann habe ich drei Rennen gewonnen. Dann bin ich in Flachau ausgefallen. Wenn ich jetzt wieder drei Rennen gewinne, dann passt es", rechnete Schild vor und grinste.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel