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Der Blick ist schon zur WM gerichtet - Es zählt nur Gold © APA (Archiv/dpa)

Marlies Schild hat am Freitag in Zwiesel ihren Weg in Richtung WM-Gold im Slalom unbeirrt fortgesetzt. Die Salzburgerin gewann

Marlies Schild hat am Freitag in Zwiesel ihren Weg in Richtung WM-Gold im Slalom unbeirrt fortgesetzt. Die Salzburgerin gewann auch auf dem Großen Arber und unterstrich mit ihrem fünften Saisonsieg in dieser Disziplin einmal mehr ihre Ausnahme-Form. Für die anderen Österreicherinnen gab es im Nebel des Bayerischen Waldes mehr Schatten als Licht.

Die Entscheidung, wer neben Marlies Schild, Kathrin Zettel und Nicole Hosp als Vierte das WM-Rennen in Garmisch-Partenkirchen bestreiten wird, ist noch nicht gefallen. Bernadette Schild erreichte nach Rang sieben in Courchevel mit dem zwölften Platz in Zwiesel ihr zweitbestes Saisonergebnis, Michaela Kirchgasser schied wie Hosp aus, sie hat in diesem Winter einen siebenten und einen achten Rang sowie fünf Nullnummern stehen.

"Man darf es nicht als Duell der beiden sehen, beide haben Resultate gemacht. Uns obliegt es, die Damen vorzuschlagen, und dann wird das Präsidium entscheiden", sagte Damen-Cheftrainer Herbert Mandl vor der Teamnominierung am Sonntag. Kirchgasser ist als Teilnehmerin der Super-Kombi fix im WM-Aufgebot, wird auch die jüngere Schild nominiert, hätte man für den Slalom eine Ersatzläuferin. Der Slalom findet erst am 19. Februar und damit dem vorletzten WM-Tag statt.

"Was soll ich machen? Wenn ich Gas gebe, fädel ich ein oder fliege raus", haderte Kirchgasser nach dem Rennen und hoffte darauf, dass die Trainer ihr die WM-Chance geben werden. "Sie wissen, was ich drauf habe." Bernadette Schild meinte, für sie sei am Freitag das Wichtigste gewesen, eine gute Platzierung zusammen zu bringen, um in der für die Startnummer entscheidenden Rangliste die Position zu halten oder zu verbessern. In dem schwierigen Rennen war die 21-Jährige eine von nur 19 Teilnehmerinnen, die in die Wertung kamen, der Rückstand war mit 4,21 Sekunden auf ihre siegreiche Schwester aber enorm.

Marlies Schild kam mit den anspruchsvollen Bedingungen am besten zurecht. Nach einem schweren Fehler im zweiten Durchgang packte sie den Kampfgeist aus. "Ich habe gehört, dass Tanja Poutiainen führt und mir gedacht, sie hatte sicher einen Superlauf runtergelegt. Ich habe probiert, vom Start weg auf Zug zu kommen und Gas zu geben. Dann bin ich zu gerade geworden, habe den Stock zwischen die Beine bekommen. Und dann habe ich das gemacht, was ich mit den Trainern besprochen habe, und das ist mir ganz gut aufgegangen", sagte die Zwiesel-Siegerin von 2007 und 2011.

"Es ist kein leichter Slalomhang, und dieses Mal war es besonders schwierig. Am Boden hast nichts gesehen, es war windig im zweiten und die Piste war nicht einfach, teilweise glatt, da hast schon kämpfen müssen. Der erste Lauf war zudem unrhythmisch und komisch, ich bin nie richtig rein gekommen. Der zweite war schöner gesteckt", sagte Marlies Schild.

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