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Salzburger erwischte Traumlauf © APA (Tec ht)

Nach dem österreichischen Doppelsieg am Samstag vor 23.500 Zuschauern im Super-G freut sich Hinterstoder auf das nächste

Nach dem österreichischen Doppelsieg am Samstag vor 23.500 Zuschauern im Super-G freut sich Hinterstoder auf das nächste Ski-Fest. Am Sonntag steht in Oberösterreich mit dem Riesentorlauf das letzte Rennen vor der WM auf dem Programm. Hannes Reichelt hat mit seinem Super-G-Triumph Blut geleckt und möchte auch im Riesentorlauf das WM-Ticket lösen.

Für den Salzburger wird es jedoch sehr schwierig. Denn das ÖSV-Quartett für die Titelkämpfe hat mit Marcel Hirscher, Benjamin Raich, Philipp Schörghofer und Romed Baumann bereits konkrete Formen angenommen. Leise Hoffnungen darf sich neben Reichelt auch Stephan Görgl machen, falls der von Rückenproblemen geplagte Steirer überhaupt an den Start geht.

"Das wird ein neuer Tag und ein neues Rennen. Aber natürlich gehe ich mit mehr Selbstvertrauen an den Start, das ist super", meinte Reichelt. "Ich bin auch im Riesentorlauf gut unterwegs. Aber man muss sich am Limit bewegen, wenn man vorne mitfahren will. Und das kann dann auch ins Negative umschlagen", sagte der 30-Jährige.

Das Thema WM-Qualifikation spielt in Reichelts Kopf wie schon im Super-G keine allzu große Rolle. "Ich habe auch vor dem Super-G nicht viel darüber nachgedacht. Mir war die WM eher egal, weil ich es eh nicht ändern kann. Da ist unser Cheftrainer Mathias Berthold ein cooler Typ. Der sagt, dass wir nicht an die Quali denken sollen, er will einfach nur starke Leistungen sehen. Das hat mir sehr geholfen", berichtete Reichelt.

Raich raste am Samstag zu Rang zwei und war von der Atmosphäre beeindruckt: "Die Stimmung hat uns ins Ziel getrieben." Das Auslassen des Chamonix-Wochenendes hat dem Tiroler offensichtlich sehr gut getan. "Ich bin frisch und habe Kraft. Das Super-G-Ergebnis hat meine Entscheidung ganz klar bestätigt", sagte Raich, der sich in Kitzbühel eine leichte Grippe eingefangen hatte.

Hirscher ist der bisher erfolgreichste ÖSV-Riesentorläufer des laufenden Winters. Der dritte Rang des Salzburgers in Beaver Creek ist nach wie vor das bis dato einzige Podestergebnis der Rot-Weiß-Roten in dieser Disziplin. Zuletzt hatte Hirscher in Alta Badia (18.) und Adelboden (16.) allerdings nichts mit der Entscheidung zu tun gehabt, "deshalb sind die Erwartungen für Hinterstoder auch nicht allzu hoch".

Auf das Flair eines Heimrennens freut sich der 21-Jährige aber ganz besonders. "Es ist toll, wenn man sich in Österreich den heimischen Fans präsentieren darf." Die WM, bei der Hirscher in Slalom und Riesentorlauf zum Einsatz kommen wird, ist erst ab Sonntagnachmittag ein Thema. "Ich konzentriere mich voll und ganz auf Hinterstoder, erst dann mache ich mir Gedanken über die WM", sagte Hirscher, der schon 13 Mal im Weltcup auf dem Stockerl stand, bei einem Rennen in Österreich allerdings noch nie.

Schörghofer, der sich mit seinen Kollegen auf der Reiteralm in Schwung gebracht hat, zeigte großen Respekt vor der Strecke. "Der Hang ist sehr selektiv und fordernd. Im unteren Teil muss man die Übergänge gut fahren und den Schwung unbedingt mitnehmen. Ich denke, dass ich für das Rennen gut gerüstet bin", erklärte der 28-jährige Salzburger.

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