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"Das ist der schönste Tag meines Lebens" © APA (Techt)

Das Appartement des Berghotels auf der Höss mit der Nummer 7 hat am Hinterstoder-Wochenende ganz groß abgeräumt. Die beiden

Das Appartement des Berghotels auf der Höss mit der Nummer 7 hat am Hinterstoder-Wochenende ganz groß abgeräumt. Die beiden Salzburger Bewohner Hannes Reichelt und Philipp Schörghofer verließen Oberösterreich am Sonntag mit jeweils einem Sieg im Gepäck. "Zum Glück gab es eine Verbindungstür, der Hannes schnarcht nämlich", verriet Riesentorlauf-Gewinner Schörghofer lachend.

Der 28-Jährige feierte vor 21.000 Zuschauern, unter ihnen rund 100 lautstarke Mitglieder seines Fanclubs, den ersten Sieg seiner Weltcup-Karriere. Nur Freundin Nina fehlte, sie musste in der Heimat Filzmoos ihren Dienst als Skilehrerin versehen.

Frage: Wie sieht es nach dem ersten Weltcup-Sieg in Ihrem Inneren aus?

Schörghofer: "Das ist der schönste Tag meines Lebens. Als die Hymne gespielt wurde, konnte ich nicht glauben, dass das alles für mich ist. Vielleicht schaue ich am Abend im Teletext nach, ob das eh alles wirklich passiert ist. Für meinen Fanclub gibt's heute Abend daheim in Filzmoos sicher eine Runde."

Frage: Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Schörghofer: "Der erste Durchgang war ein solider Lauf. Vor dem zweiten Durchgang war ich ehrlich gesagt schon sehr nervös. Man hört die Platzsprecher bis zum Start hinauf extrem laut, dadurch wusste ich über alles bescheid. Danach hat es mich richtig runtergebeutelt, aber die anderen anscheinend auch."

Frage: Zu Saisonbeginn haben Sie gemeint: 'Ab sofort sind achte Plätze uninteressant für mich.' Woher kommt das neue Selbstvertrauen?

Schörghofer: "Mein großes Ziel war, in dieser Saison ein Rennen zu gewinnen. Das habe ich jetzt geschafft, jetzt möchte ich noch eines gewinnen. Skifahrerisch hatte ich es schon lange drauf. Aber früher war ich oft stilistisch sehr schön, aber nicht schnell unterwegs. Ich habe hart daran gearbeitet und es erwartet. Bei manchen geht's schneller, bei mir hat's ein bisschen länger gedauert, dass ich ganz oben stehen darf. Jetzt ist es einfach nur geil."

Frage: Warum tragen Sie eigentlich ein rotes Pik-Ass auf Ihrem Helm?

Schörghofer: "Ich pokere sehr gerne daheim in Filzmoos mit Freunden. In den Europacup-Jahren haben wir sehr viel gepokert, jetzt leider nicht mehr so oft. Pokern ist eine ähnliche Achterbahnfahrt der Gefühle wie Skifahren. Und bei beiden Dingen muss man sich brutal auf sein Gefühl verlassen. Rot ist das Ass aufgrund meiner Skifirma Atomic."

Frage: Wollen Sie bei der WM auch in der Super-Kombination starten?

Schörghofer: Ich möchte vor dem Riesentorlauf unbedingt einen WM-Bewerb fahren. Entweder die Super-Kombination oder den Teambewerb. Dadurch will ich im Rennrhythmus bleiben. Das habe ich auch im Jänner nach dem Riesentorlauf in Adelboden gemacht, sonst hätte ich ja fast auf Urlaub fahren können. Durch die Starts in den Super-Kombinationen war ich perfekt im Rennrhythmus, das hat mir sehr geholfen.

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