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Cheftrainer Pointner warnt vor einer Weitenjagd © APA (dpa)

Zweiter Weltcup-Sieg für Martin Koch am Samstag, zweiter Team-Tour-Titel für Österreich en suite und Rückkehr von Gregor

Zweiter Weltcup-Sieg für Martin Koch am Samstag, zweiter Team-Tour-Titel für Österreich en suite und Rückkehr von Gregor Schlierenzauer auf das Einzel-Podest. Die Bilanz der österreichischen Skiflieger in Oberstdorf liest sich aus rot-weiß-roter Sicht erneut wie ein Wunschzettel. Etwas mehr als zwei Wochen vor Beginn der Nordischen Weltmeisterschaften sind die ÖSV-Adler in ausgezeichneter Form.

Doch ehe es nach Oslo geht, steht am Wochenende mit Vikersund ein anderer norwegischer Ort im Mittelpunkt. Durchaus möglich, dass es dort noch vor der WM einen neuen Weltrekord geben wird. Denn der Flugbakken in Vikersund ist völlig neu gebaut und zu einer HS225-m-Schanze ausgebaut worden. Schon wird gemunkelt, dass bei optimalen Bedingungen sogar die magische 250-m-Marke zu knacken sein könnte.

"Wir müssen uns vor Ort ein Bild machen. Aber es kann sein, dass dort die 250 m fallen", sagte auch Cheftrainer Alexander Pointner im Gespräch mit der APA. Eine WM-Generalprobe könnte so zur Weltrekord-Jagd werden. "Wir werden aufpassen, dass es keine sinnlose Weitenjagd ist", ist der gebürtige Oberösterreicher aber gewarnt. Die aktuelle Bestmarke hält der Norweger Björn Einar Romören mit 239 Metern. Romören selbst hatte nach Durchsicht der Pläne zumindest Weiten über 240 m für wahrscheinlich gehalten.

Immerhin steht mit der WM auf dem Holmenkollen in Oslo, wo nicht nur zwei Einzel-, sondern auch zwei Team-Goldmedaillen sowie auch zum zweiten Mal Damen-Gold vergeben wird, der absolute Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Mit Weltcup-Leader Thomas Morgenstern, Koch und Schlierenzauer sowie Stefan Thurnbichler sind vorerst vier Mann Fixstarter in Vikersund, Andreas Kofler wollte sich den Trip noch überlegen. Normalschanzen-Weltmeister Wolfgang Loitzl und Manuel Fettner verzichten auf den ersten von zwei Norwegen-Trips in kurzer Zeit - die WM-Starter bereiten sich in Österreich schon auf Oslo vor.

Schwerpunkt wird dabei die Normalschanze sein, denn am Freitag in zwei Wochen bildet die Qualifikation auf dem kleinen Bakken den WM-Auftakt der Skispringer. Während es im Weltcup-Kalender insgesamt vier Stationen auf Flugschanzen gibt, ist die Normalschanze ja auch heuer nicht im Weltcup-Kalender zu finden. Die große Umstellung von Vikersund auf die Normalschanze in Oslo sieht Pointner übrigens aber als kein Problem an. "Wir haben schon schwierigere Spagate geschafft. Die Umstellung ist innerhalb von ein, zwei Sprüngen möglich", weiß Pointner.

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