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Die beiden Edelkicker haben derzeit einen Lauf © APA (epa)

Weltfußballer gegen den teuersten Spieler der Welt - Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristiano Ronaldo vom Erzrivalen Real

Weltfußballer gegen den teuersten Spieler der Welt - Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristiano Ronaldo vom Erzrivalen Real Madrid verzaubern derzeit die Fans in Spanien. Mit jeweils 24 Treffern in 22 Spielen führt das Duo die Torschützenliste der Primera Division an. Am Mittwochabend kommt es in Genf im Länderspiel zwischen Argentinien und Portugal zum direkten Duell der beiden Superstars.

Portugals Teamchef Paulo Bento will das Duell nicht noch weiter hypen. "Für mich ist es weniger Ronaldo gegen Messi, sondern vielmehr Portugal gegen Argentinien. Individuelle Duelle sind für die Fans", erklärte Bento, gestand aber gleichzeitig die Sonderrolle der beiden Stars ein. "Wir müssen innerhalb des Teamgefüges das beste aus Ronaldo herausholen und gleichzeitig dafür sorgen, dass den Argentiniern das mit Messi nicht gelingt", sagte er.

Messi (23), der Weltfußballer 2009 und 2010, und der seit Samstag 26-jährige Ronaldo, seit seinem Transfer von Manchester United nach Madrid um 80 Mio. Pfund (damals 93 Mio. Euro) im Sommer 2009 der teuerste Spieler der Welt, eint ihr herausragendes Talent. Spielanlage und ihr Auftreten allerdings ist nicht vergleichbar. "Ich bin größer und breiter als Messi", scherzte einst Modellathlet Ronaldo über den nur 1,69 m kleinen Messi.

Messis Spitzname ist "La Pulga", der Floh. Der stets zurückhaltende Edeltechniker aus Rosario verkörpert das Spiel von Barcelona wie kein Zweiter - schnell, unberechenbar, spektakulär und voller Torgefahr. Messi ist Argentinier, fußballerisch jedoch ein Kind der einmaligen Barca-Nachwuchsschule "La Masia".

Ronaldo, der nach dem ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan benannt wurde, lebt von seiner Geschwindigkeit, seiner Technik und seinen unnachahmlichen Dribblings. Die Beidbeinigkeit ermöglicht es ihm, sowohl auf dem rechten, als auch auf dem linken Flügel zu spielen. Um sein Ego hatte man sich ohnehin nie Sorgen machen müssen.

Im Unterschied zu Messi füllte Ronaldo auch die Klatsch-Spalten, ihm wurden oftmals wechselnden Freundinnen nachgesagt. Im Juli des Vorjahres überraschte er mit der Ankündigung via Facebook und Twitter, dass er erstmals Vater geworden ist. Die Identität der Mutter hat er bis heute geheim gehalten, Ronaldo hat das alleinige Sorgerecht für seinen Nachwuchs.

In Spanien sorgen die beiden Stars seit Monaten im Gleichschritt für Schlagzeilen. Messi erzielte am Samstag beim 3:0 über Atletico Madrid seinen vierten Dreierpack in dieser Saison, Ronaldo legte am Sonntag beim 4:1 über Real Sociedad mit einem Doppelpack nach. Beide halten nun bei 24 Liga-Toren, in allen Bewerben zusammen hat Messi (40 Tore in 33 Spielen) die Nase gegenüber Ronaldo (34 Tore in 35 Spielen) vorne.

Am Mittwoch geht es aber darum, im ersten Länderspiel zwischen Portugal und Argentinien seit 1972 (3:1 für Portugal in Rio de Janeiro) den Aufwärtstrend ihrer Nationalteams zu unterstützen. Die beiden Teamchefs Paulo Bento (Portugal) und Sergio Batista (Argentinien) sind erst seit wenigen Monaten im Amt, haben sich aber beide mit ihren Teams schon viel Selbstvertrauen geholt. Batista, der nach einer enttäuschenden WM Diego Maradona abgelöst hatte, feierte im September einen 4:1-Sieg über Weltmeister Spanien. Bento, Nachfolger von Carlos Queiroz, zog mit seinem Team zwei Monate später nach und demütigte den Weltmeister gleich mit 4:0.

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