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Das ÖSV-Quartett für den Damen-Super-G © APA (Gindl)

Bei den Olympischen Spiele 2010 hat Jürgen Kriechbaum jenen Super-G-Kurs gesteckt, auf dem Andrea Fischbacher dann zur

Bei den Olympischen Spiele 2010 hat Jürgen Kriechbaum jenen Super-G-Kurs gesteckt, auf dem Andrea Fischbacher dann zur Goldmedaille fuhr. Am Dienstag ist wieder der ÖSV-Trainer an der Reihe, wenn es darum geht, den Damen den Weg zur Medaille im Eröffnungsbewerb der WM in Garmisch-Partenkirchen mitzuebnen. Elisabeth Görgl, Anna Fenninger, Fischbacher und Nicole Hosp gehen für Österreich ins Rennen.

Einzig Fenninger als Dritte im ersten Cortina-Rennen hat dem ÖSV einen Stockerlplatz im laufenden Winter beschert, doch Görgl hat im Vorjahr beim Weltcup-Finale und der WM-Generalprobe auf der Kandahar den zweiten Rang hinter Vonn belegt. "Ich fühle mich körperlich gut vorbereitet. Dass wir zuletzt weniger Rennen gefahren sind, ist sicher kein Nachteil, weil man dann wieder hungriger wird", sagte die Steirerin. WM-Gold wäre "fast so gut wie Olympiagold, denn Olympiagold ist der riesengroße Traum."

Der zweite Platz vor einem Jahr stimme sie zuversichtlich, entscheidender für sie als der Hang seien aber Kurssetzung und Pistenverhältnisse, wenn man das richtige Material habe. Und gerade die eisigen Bedingungen dürften nun zum Kriterium werden. "Sehr fordernd. Da muss die Abstimmung genau passen. Da wirst du richtig gut draufstehen müssen", sagte Görgl.

"Es ist sehr eisig geworden", meinte auch die Deutsche Maria Riesch etwas erstaunt, härtere Bedingungen kommen ihr aber entgegen. Vonn hingegen, die nach der vergangenen Mittwoch erlittenen Gehirnerschütterung noch nicht ganz fit ist, sprach von "der eisigsten Piste, auf der ich in meiner Karriere gefahren bin. Das ist wie die Streif für Frauen." Und die junge Österreicherin Fenninger hatte sich bei der Hangbefahrung gedacht: "Muss das sein? Skifahren tut man auf Schnee, nicht auf Eis. Das ist an der oberen Grenze, da wäre es besser, die Eislaufschuhe anzuziehen."

Hosp gefiel die Piste bei der Hangbefahrung am Montag, auch wenn es extrem schwierig werde. "Aber genau das sollte uns liegen." Aber es sei definitiv die schwierigste Präparierung, die sie in einem Speedbewerb bisher gehabt hatten und sicherlich am Limit. "Es wird sicherlich eine Frage des Mutes werden, aber ich denke, dass Jürgen einen dementsprechenden Lauf setzen wird, dass die Gefahr sich in Grenzen hält und wir da ein schönes Rennen haben." Wie sie es anlegen werde? "Ohne Angst, aber mit viel Hirn. Man muss da sehr konzentriert und bedacht fahren und taktisch gut."

Österreichs Damen haben auf diesen Bedingungen nie trainiert, die Verhältnisse sind komplett anders als normalerweise im Weltcup. Die Witterungsverhältnisse in den vergangenen Tagen sind dafür verantwortlich: "Die Piste ist vom Profil her nicht übermäßig schwierig, die Präparation ist unserem Geschmack entsprechend, es ist wellig und nicht so eine Autobahn. Was dazu kommt, ist teilweise diese extreme Glätte, die sich durch die Sonneneinstrahlung einfach jetzt kurzfristig ergeben hat", sagte dazu ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl.

Olympiasiegerin Fischbacher hat in dieser Saison heuer zwei Ausfälle sowie einen fünften und sechsten Platz zu Buche stehen. Zuletzt kämpfte sie mit einem Magen-Darm-Infekt ("Meine Entschlackungskur vor Garmisch"), der überstanden ist. "Ich werde in dieses Rennen wie in jenes bei Olympia gehen. Wenn du am Start bist, willst du eine Medaille erreichen." Ihr Rezept für Dienstag lautet: "Die Körperspannung halten. Es wird technisch schwierig, aber interessant."

Trainer und Kurssetzer Kriechbaum brachte Fischbacher in Whistler Glück. Die Aufgabe ist aber keine einfache, und es gibt auch Läuferinnen aus anderen Nationen, die technisch anspruchsvolle Kurse mögen. Wie die Schweizerin Lara Gut zum Beispiel, die ebenfalls zu den Medaillenanwärterinnen zählt.

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