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Das erste Match war kein Erfolgserlebnis © APA (epa)

Sein Debüt im Chelsea-Dress hat sich Spaniens Fußball-Star Fernando Torres anders vorgestellt. Die "Blues" kassierten am

Sein Debüt im Chelsea-Dress hat sich Spaniens Fußball-Star Fernando Torres anders vorgestellt. Die "Blues" kassierten am Sonntag in der 26. Runde der Premier League ausgerechnet gegen Torres' Ex-Club Liverpool eine 0:1-Heimniederlage. Der 50 Millionen Pfund (59,0 Mio. Euro) teure Stürmer erwies sich dabei vor allem in der ersten Hälfte als "Chancentod" und wurde in der 66. Minute ausgewechselt.

Das verpatzte Torres-Debüt erfreute die Liverpool-Fans, die sechs Tage nach dem Transfer noch immer sauer auf ihren ehemaligen Anfield-Heroen waren. Der Iberer hatte sich den Zorn der "Reds"-Anhänger zugezogen, weil er seinen Wechsel an die Stamford Bridge damit begründet hatte, dass er für einen großen Club spielen und mit diesem Trophäen gewinnen wolle.

"18 Meistertitel und fünf Europacup-Triumphe - ist Chelsea der größere Club?", lautete die Frage auf einem Banner der Liverpool-Fans. Zum Vergleich: Chelsea hat es im Gegensatz zum englischen Rekordchampion erst auf vier Meistertitel gebracht und den wichtigsten Europacup-Bewerb noch nie gewonnen.

Gnadenlos wurde Torres deshalb vom Liverpool-Anhang bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Beim entscheidenden Tor des Portugiesen Raul Meireles in Minute 69 saß der 26-Jährige jedoch nach seiner Auswechslung bereits auf der Ersatzbank. "Torres war sehr enthusiastisch, sehr zuversichtlich und aufgeregt, es war eine sehr stressige Woche für ihn, deshalb war es richtig, ihn auszuwechseln", lautete die Begründung von Chelsea-Coach Carlo Ancelotti, warum er den 50-Millionen-Mann nicht hatte durchspielen lassen.

Liverpool-Trainer Kenny Dalglish wollte hingegen keinen Kommentar zu Torres abgeben. "Die wichtigsten Leute sind meine eigenen und die einzigen, die für mich von Interesse sind", gab die schottische "Reds"-Legende zu Protokoll. Und auch, dass sich sein Club in seiner kurzen Amtszeit schon auf Tabellenplatz sechs verbessert hat, kümmerte "King Kenny" herzlich wenig. "Ich werde jetzt nicht zu spekulieren beginnen, wo wir am Ende der Meisterschaft landen könnten. Wir werden weiterhin nicht weiter als bis zu unserem nächsten Spiel schauen."

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