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Der Verteidiger feiert ein kleines Jubiläum © APA (Gindl)

Emanuel Pogatetz freut sich trotz der geballten niederländischen Offensivkraft auf das Testspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF

Emanuel Pogatetz freut sich trotz der geballten niederländischen Offensivkraft auf das Testspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF eins) in Eindhoven gegen den Fußball-Vizeweltmeister. Zum einen sucht der Innenverteidiger die Herausforderung, sich mit einem der besten Nationalteams der Welt zu messen, zum anderen wird er im Duell mit den "Oranjes" an ein persönliches Erfolgserlebnis erinnert.

Am 6. September 2003 erzielte der Steirer in Rotterdam beim 1:3 gegen die Niederländer in der EM-Qualifikation das zwischenzeitliche 1:1 und durfte damit über den ersten seiner mittlerweile zwei Treffer im Nationalteam jubeln. "Ich hoffe, dass ich das am Mittwoch wiederholen kann", erklärte der 28-Jährige.

Pogatetz muss sich gegen Wesley Sneijder und Co. allerdings mehr auf das Verhindern von Toren konzentrieren und hat sich in diesem Zusammenhang schon ein Rezept zurechtgelegt. "Die Holländer sind sehr ballsicher, da dürfen wir nicht zu viele Bälle herschenken und müssen versuchen, sie schon im Mittelfeld zu stören", forderte der Abwehrspieler.

Den prominenten Ausfällen in der Truppe von Bondscoach Bert van Marwijk wollte Pogatetz nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Gerade in Freundschaftsspielen ist so etwas oft unangenehm für den Gegner. Denn dann kommen junge Spieler dran, die sich aufdrängen wollen", sagte der Ex-Premier-League-Kicker, der vor seinem 40. Länderspiel steht.

Auf dieses kleine Jubiläum musste Pogatetz länger als vermutet warten - die jüngsten drei Länderspiele versäumte er wegen einer Muskelverletzung. Seine Qualitäten in der Innenverteidigung wurden vor allem beim 4:4 in Belgien vermisst. "Aber ich glaube nicht, dass man in diesem Spiel der Abwehr einen Vorwurf machen kann. Wir haben offensiv agiert und außerdem unglückliche Tore bekommen", betonte der Hannover-Legionär.

Bei seinem Club läuft es für Pogatetz derzeit mehr als wunschgemäß, liegt Hannover doch nach 21 Runden sensationell auf Platz vier. "Es ist schon überraschend, dass wir so weit vorne sind. Wir wollen weiter oben dran bleiben, vielleicht schaffen wir sogar einen internationalen Startplatz", meinte der Abwehrspieler. Bei seinem Verein könnte Pogatetz schon bald österreichische Gesellschaft bekommen, schließlich sollen die Niedersachsen Interesse an Zlatko Junuzovic haben. "Ab und zu werde ich auf ihn angesprochen, aber ich weiß nicht, was da vor sich geht."

Auch sein ÖFB-Kollege hielt sich bedeckt. "Mein Ziel war es von Anfang an, ins Ausland zu kommen. Doch das Gesamtpaket muss passen." An seiner Präferenz für die deutsche Bundesliga ließ Junuzovic allerdings keinen Zweifel. "Vom Gefühl her ist die deutsche Bundesliga für mich das Beste."

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