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Athleten aus 69 Nationen sind in Garmisch am Start © APA (Gindl)

FIS-Präsident Gian Franco Kasper hofft bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen auf Wetterglück. "Hoffentlich erleben

FIS-Präsident Gian Franco Kasper hofft bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen auf Wetterglück. "Hoffentlich erleben wir die erste WM seit 1970 ohne Verschiebung und Absage", meinte der Schweizer am Montag. Die Chancen darauf stehen gut. Die deutschen Wetterexperten prognostizieren zumindest eineinhalb Wochen lang gute Aussichten, und dann wären die Speed-Events über die Bühne gebracht.

Die Gefahr, dass die Pisten aufgrund der frühlingshaften Temperaturen in den nächsten Tagen davonschwimmen könnten, sieht "Mister WM" Peter Fischer nicht. "Die Pisten sind in einem hervorragenden Zustand, die Temperaturen belasten uns nicht. Es besteht keine Gefahr für die Speed-Rennen", sagte Fischer, der Geschäftsführer des Organisationskomitees (OK). Die Pisten seien aufgrund einer Schneeauflage von 50 bis 70 Zentimeter und guter Wasserpräparierung gut gerüstet.

Als "bedauerlich" bezeichnete Kasper, dass nur 10.000 Zuschauer pro Wettbewerb zugelassen werden können. "Aber Sicherheit geht vor", betonten Fischer und FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis. Ursprünglich hatten die WM-Veranstalter 15.000 Fans pro Rennen geplant. Nach der Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg mit 21 Toten hat sich die Lage aber verändert.

Für Garmisch-Partenkirchen bedeutet das Mindereinnahmen von einer Million Euro. 200.000 Euro kosteten die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, 800.000 Euro weniger gibt es aufgrund der geringeren Anzahl verkaufter Tickets. "Aber wir werden auch ohne diese Million überleben", meinte Fischer, dessen Team über ein 31-Millionen-Euro-Budget verfügt.

Mit 525 Athleten aus 69 Nationen (Stand vor den Wettkämpfen) kündigt sich übrigens ein neuer WM-Rekord an. Die bisherige WM-Topmarke war vor zwei Jahren in Val d'Isere mit 68 Nationen markiert worden. "Das zeigt die immer weiter steigende Beliebtheit des Skisports", sagte Kasper, der vor allem auf den Boom in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion verwies. "Da entstehen praktisch täglich neue Gebiete."

Durch die stetig steigende Teilnehmerzahl führte die FIS vor vier Jahren Qualifikationsrennen in den technischen Disziplinen ein. Das wird auch 2011 in Garmisch-Partenkirchen so sein. "Das wird von den kleinen Nationen zwar nicht wirklich geschätzt. Aber so haben alle die Möglichkeit, dabei zu sein."

Ein neuer Rekord wird in Deutschland auch bezüglich Medieninteresse aufgestellt. 1.770 Journalisten haben sich akkreditiert. Neu ist, dass die FIS seit Jahresbeginn bei ihren Weltmeisterschaften Preisgelder ausschüttet. Bei den Alpinen geht es pro Wettkampf um 100.000 Franken (77.196 Euro).

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