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Görgl sang bei Eröffnung das offizielle WM-Lied © APA (epa)

Wie man große Rennen bestreitet und dabei auch Medaillen gewinnt, das hat Elisabeth Görgl bereits gewusst. Nach WM-Bronze in

Wie man große Rennen bestreitet und dabei auch Medaillen gewinnt, das hat Elisabeth Görgl bereits gewusst. Nach WM-Bronze in der Super-Kombination 2009 in Val d'Isere errang sie bei Olympia 2010 ebenfalls dritte Plätze in Abfahrt und Riesentorlauf. Die Spätstarterin, die am 20. Februar 30 Jahre alt wird, hat nun mit Gold im WM-Super-G ihr Medaillenkonto um die wichtigste Farbe erweitert.

Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Elisabeth Görgl war die Entscheidung gewesen, ihren eigenen Weg zu gehen. Vom Grundimpuls, mitzuziehen und besser sein zu wollen als Familienmitglieder, hatte sie sich befreien müssen, erzählte die Steirerin einmal. Mutter Traudl Hecher-Görgl hat 1960 in Squaw Valley und 1964 in Innsbruck jeweils Olympia-Abfahrts-Bronze gewonnen, die zwei Weltcupsiege des Bruders Stephan Görgl hat seine Schwester mit drei (2 Riesentorlauf je 2008, 1 Super-G 2009) mittlerweile überboten.

Am 10. März 2000 in Sestriere hatte die Slalom-Junioren-Bronzemedaillengewinnerin von 1999 im Torlauf von Sestriere ihr Weltcup-Debüt gegeben (31.), am 5. Jänner 2003 fuhr sie im Slalom von Bormio als Zweite hinter der Kroatin Janica Kostelic erstmals in ihrer Karriere auf das Podest. Fünf Jahre später mit 26 gelang der erste Sieg. Die in Bruck an der Mur geborene, in Kapfenberg-Parschlug aufgewachsene und in Innsbruck wohnende Stams-Maturantin hat drei Kreuzbandrisse hinter sich, mit 16 bzw. 17 Jahren sowie zuletzt im Februar 2001.

An Talent und Ehrgeiz hat es Görgl nie gemangelt, doch kam die Karriere der als potenzieller Gesamtweltcupsiegerin gehandelten Athletin erst spät in Schwung. "Man wusste, dass ich ein Riesentalent bin. Aber zu oft habe ich es einfach nicht runtergebracht." In ihrer Konzentration lässt sich die Sportlerin, deren Hobbys von Tanzen über Musik, Yoga, Thaiboxen bis Wellness reichen, nicht stören.

Dass sich das Gesangstalent für Garmisch-Partenkirchen nun als Interpretin des offiziellen WM-Songs verpflichten ließ, freute Teamkolleginnen und Trainer gleichermaßen. Und zauberte der oftmals verbissen wirkenden Görgl bei der Eröffnung am Montagabend ein schönes Lachen ins Gesicht.

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