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Wird als Solospitze auflaufen: Maierhofer © APA (Neubauer)

Stefan Maierhofer wird immer mehr zum Dauerbrenner im österreichischen Fußball-Nationalteam. Nach der verletzungsbedingten

Stefan Maierhofer wird immer mehr zum Dauerbrenner im österreichischen Fußball-Nationalteam. Nach der verletzungsbedingten Absage von Marc Janko beginnt der Duisburg-Legionär am Mittwoch in Eindhoven gegen Vizeweltmeister Niederlande zum vierten Mal in Folge als Solospitze und hat damit die nächste Gelegenheit, sich als gleichwertige Alternative zum ÖFB-Kapitän zu präsentieren.

Als emotionsgeladenes Wettrennen zwischen ihm und Janko um die Position des Mittelstürmers will Maierhofer die aktuelle Situation jedoch nicht verstanden wissen. "Ich sehe das komplett locker und habe absolut kein Problem damit, wenn er spielt und wichtige Tore schießt."

Kampflos aufgeben will der Niederösterreicher sein Stammleiberl aber auch bei einer Rückkehr von Janko nicht. "Er ist der Kapitän. Doch entscheidend ist, ob er der Mannschaft mit einer Verletzung helfen kann." Für die vorsichtige öffentliche Kritik des Twente-Legionärs an Teamchef Dietmar Constantini hat Maierhofer nur bedingt Verständnis. "Das war die Entscheidung von Marc. Es ist nicht meine Art, öffentlich Kritik zu äußern. Ich bin mit der Situation zufrieden, so wie sie ist."

Zu Differenzen mit Janko sei es trotz des Ringens um einen Stammplatz nicht gekommen. "Wir waren immer Konkurrenten, haben aber nach wie vor ein gutes Verhältnis. Ich möchte ihn demnächst in Enschede besuchen", erzählte Maierhofer.

Vorerst heißt das niederländische Reiseziel des 2,02-Meter-Stürmers aber Eindhoven - dort könnte das ÖFB-Team laut dem Ex-Rapidler für eine Überraschung sorgen. "Weil wir alle topmotiviert und geil auf dieses Spiel sind." Dass es gleich zu Jahresbeginn gegen eines der stärksten Nationalteams der Welt geht, ist für Maierhofer kein Problem. "Wir wollen uns ja mit den Besten messen", sagte der 14-fache Internationale, der schon seit September 2009 auf seinen zweiten ÖFB-Treffer warten muss. "Schön langsam wird es wieder Zeit für ein Tor", erkannte der Deutschland-Legionär.

Bei bereits drei Treffern hält Marko Arnautovic, der in seine alte Wahlheimat zurückkehrt. Bei seinem bisher letzten Auftritt in den Niederlanden, dem 1:1 am 20. Oktober mit Werder Bremen gegen Twente in der Champions League, erzielte der Offensivspieler den Ausgleich und wurde während des gesamten Spiels von den Fans seines Ex-Clubs ausgepfiffen. "Aber Twente-Fans werden wahrscheinlich nicht im Stadion sein. Und wenn doch, ist es auch egal. Ich liebe es, wenn ich ausgepfiffen werde", behauptete Arnautovic.

Für den Wiener bietet das Länderspiel eine willkommene Abwechslung zur tristen Situation in Bremen. "Wir wollen jetzt auch gegen einen ganz starken Gegner etwas holen. Und ich hoffe, dass ich mir in der Nationalmannschaft wieder Selbstvertrauen für den Club holen kann", sagte der 21-Jährige.

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