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Österreichs nächster Gegner nur 1:1 gegen Finnland © APA (epa)

So wie alle fünf Gruppengegner hat auch Belgien, am 25. März Österreichs nächster Gegner in der EM-Qualifikation, sein

So wie alle fünf Gruppengegner hat auch Belgien, am 25. März Österreichs nächster Gegner in der EM-Qualifikation, sein Testspiel am Mittwoch nicht gewinnen können. Vor allem das späte Gegentor in der 91. Minute sorgte beim 1:1-Heimremis gegen Finnland in Gent für Ärger - und erinnerte die Belgier an das 4:4 gegen Österreich im vergangenen Oktober.

Damals hatte Martin Harnik in der 93. Minute den Ausgleich erzielt. "Gegen Österreich müssen wir cooler sein", sagte Verteidiger Vincent Kompany im Hinblick auf das Quali-Spiel in Wien am 25. März. Trotz einiger Chancen schon in der ersten Hälfte, ging Belgien mit Marouane Fellaini als Mittelfeldmotor erst nach genau einer Stunde in Führung. Das Tor erzielte der 22-jährige Axel Witsel von Standard Lüttich, der mit zwei Treffern gegen Salzburg in der vergangenen Europa-League-Saison maßgeblichen Anteil am Sechzehntelfinal-Aus der "Bullen" gehabt hatte.

Danach schraubte Belgien, das sich im Vergleich zum 4:4 gegen Österreich in der Verteidigung stabilisiert zeigte, das Tempo etwas zurück. Finnland kam zu Möglichkeiten und nutzte diese in der Nachspielzeit zum Ausgleich durch Roni Porokara. Der erstmals für Belgien eingelaufene Janko-Kollege bei Enschede, Nacer Chadli, gab ein solides Debüt im Sturm.

"Es war ein lehrreiches Spiel, ich bin sehr zufrieden", sagte Belgiens Coach Georges Leekens. "Wir waren in der ersten Hälfte sehr stark, haben dann aber die Kontrolle verloren. In der zweiten Hälfte haben wir zahlreiche Wechsel gemacht, dadurch war es ein bisschen chaotisch."

Auch in Deutschland trauerte man dem vergebenen Sieg gegen Italien - es wäre der erste seit 16 Jahren gewesen - nach. "Unsere Bilanz ist nicht gut gegen Italien", beklagte Sebastian Schweinsteiger nach dem 1:1 und dem späten Gegentor durch Rossi (81.) in Dortmund, aber er versprach den deutschen Fans: "Ich bin mir aber sicher, dass wir sie irgendwann schlagen werden."

Einmal mehr hatte in einem Testspiel jene letzte Konsequenz gefehlt, welche die deutsche Mannschaft in Punktspielen auszeichnet. "In der zweiten Hälfte haben wir es auch ein bisschen versäumt, so viel zu investieren, dass wir das 2:0 machen", rügte Trainer Joachim Löw.

Er hatte aber auch persönlich die letzte Konsequenz für den Erfolg vermissen lassen, denn er wechselte Leistungsträger wie Kapitän Philipp Lahm und Miroslav Klose (der im 106. Länderspiel sein 59. Tor erzielte und dem noch neun Treffer zum Rekord von "Bomber" Gerd Müller fehlen) in der zweiten Hälfte aus. "Ein Grund ist der Spagat, dass man einige Wechsel macht", erklärte Löw selbstkritisch: "Wenn man in einem Qualifikationsspiel 1:0 führt, nimmt man möglichst wenige Korrekturen vor. Aber ich wollte den einen oder anderen einfach sehen."

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