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Elisabeth Görgl rechnet sich Chancen aus © APA (Gindl)

Die deutsche Topfavoritin Maria Riesch muss wegen einer Virusgrippe um ihren Einsatz in der WM-Super-Kombination am Freitag

Die deutsche Topfavoritin Maria Riesch muss wegen einer Virusgrippe um ihren Einsatz in der WM-Super-Kombination am Freitag (10.00/14.00 Uhr) bangen. Konkurrentin Lindsey Vonn hingegen geht es nach ihrer Gehirnerschütterung besser. Längst fix war der Verzicht von Titelverteidigerin Kathrin Zettel, für Österreich sind Elisabeth Görgl, Anna Fenninger, Michaela Kirchgasser und Nicole Hosp am Start.

Für die Damen wird es die schwierigste Super-Kombination der Geschichte, ist doch die Vorgabe des Weltverbandes (FIS), dass sowohl Abfahrt, als auch Slalom auf gleicher Länge wie die Spezialbewerbe gefahren werden. "Hier kommt beides zusammen, dass die Abfahrt sehr schwierig ist, und der Slalom sehr schwierig ist. Ich sehe keinerlei Vorteile für Abfahrerinnen bzw. Technikerinnen", sagte ÖSV-Rennsportleiter Herbert Mandl.

Den Slalom wird US-Coach Chris Knight setzen. "Er wird sicher nicht extrem drehen, denn vom Torabstand her ist man relativ limitiert. Du wirst mit zehn Metern wahrscheinlich dein Ausreichen finden, sonst wirst du die Tore nicht reinbekommen", erklärte Mandl, der aber einen flüssigen Lauf erwartet.

Super-G-Weltmeisterin Görgl rechnet sich mit zwei "guten" Läufen eine Medaillenchance aus. Ihr gefällt die Abfahrtsstrecke und das gute Slalomtraining am Mittwoch machte sie ebenfalls zuversichtlich. "Aufgrund der Knie habe ich nicht wirklich viel Slalom trainiert, ich muss mit meinen Kräften haushalten. Wenn ich spritzig bin, geht es aber gut". Die Steirerin weiß, dass Kandahar ("Ganz schön zäh") und Gudiberg eine Herausforderung werden. "Grundvoraussetzung ist, körperlich topfit zu sein und die Kräfte zu sammeln. Wenn das der Fall ist, muss ich sie für den einen Slalomlauf mobilisieren."

Kirchgasser sagt eine "interessante" Kombi voraus. Für die Abfahrt sei der Respekt absolut vorhanden, sie möchte versuchen, den Rückstand in Grenzen zu halten. "Da der Slalom auch schwer ist, gleicht es sich aus. Da heißt es zu attackieren, bei einem so steilen schwierigen Slalom kann alles drinnen sein - von Superlauf bis zum Steher. Umso eisiger es wird, desto schwerer werden sich die Abfahrerinnen tun, das wäre dann ein Vorteil für mich."

Anders ist es bei Fenninger, die hofft, als Speed-Spezialistin in der Abfahrt einen Vorteil rausschlagen zu können. "Es ist sehr schwierig, sehr schlagig, da muss man sich überwinden", sagte die Salzburgerin, die in der einzigen Kombi des Winters in Val d'Isere die drittschnellste Zeit im Slalom markiert hatte und Gesamtvierte wurde. "Ich habe ein bisschen Slalom trainiert und es waren sehr viele gute Läufe dabei. Aber es kann auch daneben gehen, weil ich die Konstanz nicht habe."

"Für eine Kombination zu schwierig", findet Hosp den Speed-Teilbewerb. Ihre letzte Abfahrt hat sie am 5. Dezember 2008 in Lake Louise (Platz 28) bestritten und seit dem nur ein paar Trainings absolviert, ihr fehlen die Kilometer auf den langen Latten. "Da herunter sind wir gescheit gefordert, es wir sicherlich schwierig werden für mich. So und so ist ein Risiko dabei, auch wenn man dosiert runterfährt. Es ist finster und es sind brutale Schläge drinnen."

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