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Es könnten "ihre" Spiele werden © APA (dpa)

Mit Bestzeit in der Kombi-Abfahrt hat sich Elisabeth Görgl auch für das Spezialrennen am Sonntag bei den alpinen

Mit Bestzeit in der Kombi-Abfahrt hat sich Elisabeth Görgl auch für das Spezialrennen am Sonntag bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen (11.00 Uhr) in die Favoritenrolle gefahren. Die steirische Super-G-Weltmeisterin fand Gefallen an der weicher gewordenen Piste, die dank Arbeiten und Temperaturanstieg weitgehend von den harten Schlägen befreit worden war.

Österreichs bisher letztes Abfahrts-WM-Gold errang 2001 in St. Anton Michaela Dorfmeister. Vor den Welttitelkämpfen waren die US-Amerikanerin Lindsey Vonn als Olympiasiegerin und Weltmeisterin sowie die deutsche Lokalmatadorin Maria Riesch als erste Sieganwärterinnen gehandelt worden. Doch die Saison-Dominatorinnen in der Abfahrt sind gesundheitlich angeschlagen, bleibt abzuwarten, wie sehr die Besserung bis Sonntag voranschreitet. Österreich schickt neben Görgl auch Anna Fenninger und Andrea Fischbacher ins Rennen, die vierte Teilnehmerin steht noch nicht fest, Regina Mader hat gegenüber Nicole Schmidhofer aber einen Bonus.

"Die Piste taugt mir, wenn sie weicher ist, eigentlich noch mehr", sagte die 29-jährige Görgl. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke sind kleinere Athletinnen wie zum Beispiel auch die Schweizerin Lara Gut nicht benachteiligt. "Aber in diesem Winter hatten wir oft Abfahrten, wo nicht nur die Großen Vorteile hatten, Zauchensee und Val d'Isere. Ich bin ja auch nicht die Größte und Schwerste und habe auch gute Ergebnisse gemacht. Für die Abfahrt hier kommt ein breiteres Spektrum von Leuten infrage", meinte die Olympiadritte Görgl, die vor zwei Jahren in Val d'Isere WM-Vierte hinter Vonn, Gut und der Italienerin Nadia Fanchini geworden war.

Immer besser zurecht mit der Kandahar kommt Fenninger, die im WM-Super-G Fünfte wurde und in der Kombiabfahrt hinter Görgl, Dominique Gisin (SUI) und Anja Pärson (SWE) Vierte. "Jetzt geht es hier langsam in die Richtung, dass es auf der Piste Spaß macht. Mal sehen, wie es sich bis Sonntag entwickelt, viel weicher sollte es aber nicht mehr werden", meinte die Salzburgerin. Im bisherigen Weltcupwinter verbuchte der ÖSV in der Abfahrt mit Görgl (Lake Louise) und Fenninger (Zauchensee) zwei dritte Plätze. Beide Athletinnen kamen aber in allen fünf Rennen in die Top-Ten.

Super-G-Olympiasiegerin Fischbacher geht nach dem Sturz am Dienstag ob ihrer Prellungen mit Schmerzmitteln an den Start, sie bewies zuletzt mit den Weltcup-Rängen fünf und vier aufsteigende Tendenz. Sie hatte das erste Training ausgelassen, nur am zweiten teilgenommen und wird am Samstag den angesetzten dritten Zeitlauf absolvieren. Vor allem wegen der veränderten Pistenverhältnisse wird das wichtig sein. Täglich auf dem Programm steht bei ihr aber Therapie, um die Entzündungen zu hemmen.

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