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Daxbacher: "Ein Unentschieden ist zu wenig." © APA (Archiv/Parigger)

Mit dem Heimauftritt gegen die SV Ried wartet auf die Austria im Titelrennen der Bundesliga gleich zum Frühjahresauftakt ein

Mit dem Heimauftritt gegen die SV Ried wartet auf die Austria im Titelrennen der Bundesliga gleich zum Frühjahresauftakt ein Schlüsselspiel. Siegen die Violetten im ersten Liga-Spiel 2011 am Samstag (16.00 Uhr/live Sky), heften sie sich sogleich an die Fersen der voran liegenden Innviertler. Sorgt Ried erneut für eine Überraschung, ist das Thema Meistertitel für die Wiener bis auf weiteres passe.

"Mit einem vollen Erfolg gegen Ried wird für uns viel möglich. Wir haben uns fest vorgenommen, diese Partie zu gewinnen", erklärte Karl Daxbacher vor dem Startschuss ins Frühjahr. Austrias Trainer stellte fest: "Eine Niederlage wäre ein Rückschlag, auch ein Unentschieden ist zu wenig." Sein Gegenüber Paul Gludovatz hielt sich mit Prognosen zurück, Ried-Manager Stefan Reiter meinte hingegen: "Für die Austria ist das Auftaktmatch ein Schlüsselspiel. Wenn sie uns nicht schlagen, können sie sich vom Meistertitel verabschieden."

Bei derzeit vier Punkten Vorsprung auf das Duo Sturm Graz und Salzburg sowie fünf auf Gegner Austria läuft Ried keine Gefahr, die Tabellenspitze nach der 20. Runde zu verlieren. Diese hatten die erstmals zum Jahreswechsel an der Spitze thronenden "Wikinger" in dieser Saison nach einem 1:0-Überraschungscoup in Wien-Favoriten am 8. August zum ersten Mal übernommen. Damals noch als Ausrutscher der Austria gewertet, unterschätzt die Rieder inzwischen niemand mehr.

"Vielleicht haben wir damals die Stärke der Rieder in dieser Saison nicht richtig eingeschätzt", gab Daxbacher zu. Für die Austria war es nicht die einzige Pleite gegen die SV, in Ried kassierte sie die einzige Auswärtsniederlage im Herbst (1:2). "Da ist uns der Sieg weggenommen worden", ärgerte sich Daxbacher noch heute über einen damals nicht gegebenen Treffer.

Vergessen sind jedoch die Zeiten, als die Oberösterreicher als die Lieblingsgegner der Favoritner galten. In der heimischen Spielstätte, die am Samstag als Generali Arena ihre Liga-Premiere feiert, hält die Austria in 27 Spielen gegen Ried bei 20 Siegen. Doch diese Statistik scheint derzeit wenig relevant. "Wir sind überzeugt, dass wir gewinnen können, wenn wir unser Potenzial abrufen", fasste Rieds Kapitän Oliver Glasner ein Deja vu des Erfolges im Herbst ins Auge.

Sein Trainer Paul Gludovatz maß dem ersten Auftritt im Frühjahr keine große Bedeutung zu. "Egal, wie es ausgeht, ich werde es nicht überbewerten. Für eine Beurteilung warte ich die ersten sieben Spiele ab", meinte der Burgenländer. Mit Stefan Lexa, Peter Hackmair und Torhüter Thomas Gebauer sind drei Langzeitverletzte mehr oder weniger fit ins Team zurückgekehrt. Für das Trio kommt ein Einsatz von Beginn weg aber noch zu früh. Den Kader füllen werden wie gehabt junge Kräfte. "Bei mir spielen nur jene, die fit sind", stellte Gludovatz klar.

Bei der Austria schöpft man personell aus dem Vollen, was auch einige Fragezeichen aufwirft. Heinz Lindner oder Robert Almer im Tor, Fabian Koch oder Marko Stankovic an der rechten Flanke stehen zur Diskussion. Gespannt darf man sein, ob Neo-Stürmer Nacer Barazite von Beginn weg neben Roland Linz stürmt. "Er ist erst eine Woche bei uns, das Kennenlernen ist noch voll im Gange", meinte Daxbacher über den 31-fachen niederländischen Nachwuchsteamspieler. Bei seinem letzten Club Vitesse Arnheim hatte der 20-Jährige zuletzt wenig Spielpraxis sammeln können.

Präsentieren wird sich das Stadion am Samstag erstmals in neuem Gewand von Stadion-Sponsor Generali. Die Austria meldete am Freitag außerdem einen neuen Abo-Rekord: 6.000 Stück wurden in der Jubiläumssaison bisher verkauft.

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