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Pacult will die Partie nicht überbewerten © APA (Archiv/Fohringer)

Der SK Rapid kämpft am Samstag um einen erfolgreichen Start ins neue Jahr und gleichzeitig gegen die fast schon traditionelle

Der SK Rapid kämpft am Samstag um einen erfolgreichen Start ins neue Jahr und gleichzeitig gegen die fast schon traditionelle Frühjahrsmüdigkeit. Die Jahre 2010 und 2009 hatten die Hütteldorfer mit Niederlagen gegen den LASK und Salzburg eröffnet, diesmal wäre eine Auswärtsschlappe gegen den SC Wiener Neustadt möglicherweise gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Ende aller Fußball-Meisterträume.

Sieben Punkte fehlen dem derzeitigen Tabellenfünften auf Spitzenreiter Ried, im Falle einer Niederlage gegen die Niederösterreicher würde der Rekordmeister sogar hinter die Truppe von Peter Schöttel zurückfallen. Dennoch will Trainer Peter Pacult die Bedeutung der Partie nicht überbewerten. "Das erste Spiel ist genauso wichtig wie die 16 Spiele danach. Die Liga wird nicht in der ersten Frühjahrsrunde entschieden", betonte der Wiener.

Auch die blamable Niederlage gegen den LASK zum Frühjahrsstart 2010 sei nicht für das Verpassen des Meistertitels verantwortlich gewesen. "Wir haben am Ende trotzdem noch mehr Punkte gehabt, als im Meisterjahr 2008", erinnerte sich Pacult. Gedanken über die Gründe für die oft holprigen ersten Frühjahrspartien hat sich der 51-Jährige aber wohl gemacht. "Wir haben diesmal in der Vorbereitung andere Schwerpunkte gesetzt", verriet der Coach.

Pacult dürfte diesmal offensichtlich auf ein allzu hartes Ausdauer-Training verzichtet haben, um eine spritzige Mannschaft zur Verfügung zu haben. "In den Jahren zuvor hat es mehr Laufeinheiten gegeben", bestätigte Steffen Hofmann. Ob der Kapitän nach überstandener Schambeinentzündung gegen Wiener Neustadt auf dem Spielbericht stehen wird, entscheidet sich kurzfristig. "Ich denke schon, dass ich bereit bin, auch wenn ich nicht 90 Minuten Vollgas geben kann. Aber der Trainer kann das besser einschätzen, weil er mich jeden Tag im Training sieht und ich nicht objektiv bin", meinte der Deutsche.

Pacult ließ sich in der Frage einer Kadernominierung von Hofmann nicht in die Karten blicken. "Ein bisschen etwas fehlt ihm noch. Es wäre nicht zielführend, ihn in irgendetwas reinzuhetzen." Ebenfalls noch offen ist, ob Helge Payer oder Raimund Hedl am Samstag im Tor stehen wird. "Ich habe das für mich schon lange entschieden, aber zuerst erfahren es die Spieler am Matchtag", sagte Pacult.

Fix ist hingegen, dass neben den Langzeitverletzten Christopher Trimmel und Andreas Dober auch Rene Gartler ausfällt. Der Stürmer zog sich im Freitag-Training eine Knöchelverletzung zu. Neuzugang Boris Prokopic laboriert noch an den Folgen einer Sprunggelenksverletzung, für ihn kommt ein Einsatz gegen Wiener Neustadt wohl zu früh.

Nicht nur aufgrund der Personalprobleme gab sich Pacult vor dem Duell mit der Schöttel-Truppe abwartend. "Das erste Spiel ist immer eine große Unbekannte, weil keiner weiß, wo er steht. Bei den Wiener Neustädtern hat sich im Winter nichts Großartiges geändert. Wir wissen, dass sie Fußball spielen können."

Bei den Niederösterreichern hofft Coach Schöttel auf einen verlängerten Winterschlaf der Rapidler. "Natürlich ist die Hoffnung da, dass sie noch nicht so im Rollen sind", erklärte der Rapid-Rekordspieler, dessen aktueller Club mit einem Sieg an den seit elf Runden ungeschlagenen Grün-Weißen vorbeiziehen und plötzlich selbst im Titelrennen mitmischen könnte. "In den ersten drei Frühjahrsrunden spielen wir gegen Rapid, Austria und Salzburg. Da wird man sehen, was nach oben hin möglich ist", meinte Schöttel.

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