vergrößernverkleinern
Stevens gibt die Richtung vor: Ziel heißt Meister © APA (Krugfoto)

Fußball-Meister Red Bull Salzburg will seine Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Bundesliga zum

Fußball-Meister Red Bull Salzburg will seine Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Bundesliga zum Frühjahrsstart am Sonntag (16.00 Uhr) mit einem Sieg im West-Derby beim FC Wacker Innsbruck untermauern. Die "Bullen" haben beide direkten Saisonduelle gewonnen, was auch am Sonntag zum Abschluss der 20. Runde voll nach dem Geschmack von Coach Huub Stevens wäre.

"Wir wollen ein Erfolgserlebnis, es ist immer wichtig, gut anzufangen", betonte der Niederländer. Im Vergleich zum Herbst, wo man innerhalb von vier Tagen zweimal zu Null gegen die Tiroler gewonnen hatte (1:0, 4:0), erwartet sich Stevens eine Steigerung seiner Truppe. "Ich erwarte, dass die Mannschaft fußballerisch viel besser agiert", forderte der Salzburg-Trainer. Dann sollten auch die vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Ried bald der Vergangenheit angehören. "Wir sind auf jeden Fall Titelfavorit und das wollen wir auch zeigen", meinte Stevens.

Im Tor dürfte Gerhard Tremmel den Vorzug gegenüber dem wieder fitten Eddie Gustafsson erhalten. Stevens teilte den Spielern seine "nicht einfache" Entscheidung erst am Freitag im Laufe des Tages mit, hielt sich davor bedeckt. Eines machte der Niederländer aber deutlich: "Grundsätzlich werde ich mich nicht auf eine klare Nummer eins festlegen."

Die "Bullen" müssen zum Saisonauftakt Ulmer, Schwegler, Mendes und Da Silva vorgeben. Vor allem der Ausfall des neuverpflichteten Innenverteidigers Da Silva, der am Donnerstag in Brasilien operiert wurde, schmerzt den Salzburg-Coach. "Er fehlt uns als Persönlichkeit, und weil er das Spiel von hinten schnell machen kann", sagte Stevens.

Roman Wallner wird hingegen nach seiner überwundenen Muskelverletzung, wegen der er für das ÖFB-Länderspiel abgesagt hatte, in der Startformation stehen. Vor dem Gegner haben die Mozartstädter durchaus Respekt. "Ich kann die Mannschaft nicht einschätzen, aber es wird auf jeden Fall keine leichte Aufgabe", meinte Stevens, dessen Elf die jüngsten vier Partien gegen Innsbruck gewonnen hat und insgesamt seit sechs Runden ungeschlagen ist.

Die Tiroler streben eine Rangverbesserung an, wissen nach den Abgängen der Leistungsträger Fabian Koch (Austria) und Boris Prokopic (Rapid) aber noch nicht so richtig, wo sie stehen. "Man muss zuerst schauen, wie wir die Abgänge kompensieren können", sagte Innsbruck-Trainer Walter Kogler. Mit Wernitznig und Bergmann wurden zwei junge Spieler geholt, "die uns in Zukunft helfen können". Der Spanier Carlos Merino ist ein Thema für die Startformation, auch von ihm dürfe man sich allerdings noch keine Wunderdinge erwarten.

Die Salzburger seien jedenfalls klarer Favorit. "Salzburg hat sehr gute Einzelspieler, andere Möglichkeiten als wir", war sich Kogler bewusst. Unabhängig davon wollen die Innsbrucker aber nicht als Verlierer vom Platz gehen. Die Salzburger sind das einzige Team, gegen das man in der laufenden Saison noch punktlos ist. "Wir wollen gegen jede Mannschaft punkten, am besten gleich am Sonntag", betonte Kogler, der auf Alexander Hauser (Nebenhöhlenentzündung) verzichten muss.

Der Wacker-Coach hatte seinen Vertrag bei den seit fünf Runden sieglosen Innsbruckern rechtzeitig vor dem Frühjahrsstart bis Sommer 2013 verlängert. "Das war ein guter Zeitpunkt. Wir wollen gemeinsam arbeiten und etwas entwickeln", sagte Kogler.

Beim Gegner ist ein anderes Vertrags-Thema hingegen weiter offen. Bezüglich des möglichen Transfers von Robert Vittek von Ankaragücü zu den "Bullen" ist von der FIFA noch keine Entscheidung gefallen. "Wir haben dieser Tage noch einmal einen Antrag an die FIFA auf eine vorzeitige Behandlung des Falles gestellt. Ich hoffe für uns und den Spieler auf eine rasche Entscheidung", sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel