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Reichelt darf auf die Kandahar © APA (epa)

Hannes Reichelt hat sich das vierte und letzte ÖSV-Startticket für die WM-Abfahrt der Herren gesichert. Der Salzburger war am

Hannes Reichelt hat sich das vierte und letzte ÖSV-Startticket für die WM-Abfahrt der Herren gesichert. Der Salzburger war am Freitag im zweiten Training auf der Kandahar-Strecke in Garmisch-Partenkirchen um 0,18 Sekunden schneller als sein Konkurrent Joachim Puchner. Michael Walchhofer, Klaus Kröll und Romed Baumann standen bereits zuvor als Fixstarter fürs Rennen am Samstag (11.00 Uhr) fest.

"Wir haben lange hin und her diskutiert, wer der vierte Mann ist. Richtig gut präsentiert haben sich beide nicht", erklärte ÖSV-Herren-Cheftrainer Mathias Berthold angesichts der Trainingsplätze 18 und 19 von Reichelt und Puchner. "Aber unterm Strich war Hannes in beiden Trainings schneller, und Joachim soll sich auf die Super-Kombination vorbereiten."

Für Puchner hatte der vierte Platz bei der jüngsten Weltcup-Abfahrt in Chamonix gesprochen. Reichelt beeindruckt hingegen mit aktueller Hochform, die er auch mit WM-Silber am Mittwoch unter Beweis gestellt hat. Mit seiner Leistung bei der Qualifikation bzw. Sichtungsfahrt war Reichelt jedoch alles andere als zufrieden.

"Ich wollte es klarer entscheiden. Fürs Rennen muss ich ein ordentliches Schäuferl nachlegen", sparte der 30-Jährige nicht mit Selbstkritik. "Ich möchte im Ziel abschwingen und sagen können, dass ich eine geile Fahrt hingelegt habe. Ich vertrete Österreich und werde mein Bestes geben", formulierte Reichelt seine Ziele.

"Ich habe alles versucht, leider habe ich im oberen Teil viel Zeit liegen lassen", meinte Puchner. Schnellster am Freitag war der Franzose Adrien Theaux. Bei vor allem durchs Warmwetter deutlich entschärften Bedingungen auf der Kandahar-Strecke landeten der Schweizer Didier Cuche und der Norweger Aksel Lund Svindal auf den Rängen zwei und drei, Michael Walchhofer belegte als bester Österreicher Platz fünf.

Der große Verlierer der neuen Gegebenheiten könnte Christof Innerhofer sein. Der Südtiroler Eisspezialist verlor im zweiten Training 2,99 Sekunden. Am Mittwoch hatte Innerhofer auf pickelharter, schlagiger Piste Super-G-Gold gewonnen, am Donnerstag war er Trainingsbestzeit gefahren. "Die Verhältnisse sind jetzt komplett anders, ich habe bei weitem nicht mehr so ein gutes Gefühl. Hoffentlich kommen über Nacht die Eismänner", meinte Innerhofer.

Das dürfte jedoch nicht passieren, was u.a. die Österreicher sehr freut. "Das hat heute schon deutlich mehr Spaß gemacht. Die neuen Bedingungen und die bessere Bodensicht tun mir gut", sagte der Abfahrts-Weltmeister 2003. "Das ist um einiges feiner und angenehmer. Durch die warmen Temperaturen gehen jetzt die Schläge nicht mehr durch die Knochen", meinte auch Baumann.

Erleichterung war auch bei Klaus Kröll deutlich zu bemerken. "Das Gefühl ist um Ecken besser. Ich denke, dass ich zu den Favoriten gehöre."

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