vergrößernverkleinern
"Das Glück des Tüchtigen" war aber auch dabei © APA (Hochmuth)

Zwei Rennen, zweimal Gold - Besser hätte der Start für Österreichs Damen in die alpine Ski-WM in Garmisch nicht verlaufen

Zwei Rennen, zweimal Gold - Besser hätte der Start für Österreichs Damen in die alpine Ski-WM in Garmisch nicht verlaufen können. "Das ist schon eine gewisse Genugtuung", meinte Damen-Cheftrainer Herbert Mandl nach den Triumphen im Super-G durch Elisabeth Görgl und in der Super-Kombination durch Anna Fenninger. Mit dementsprechend viel Rückenwind geht die ÖSV-Truppe in die Abfahrt am Sonntag.

"Wir haben uns sehr gewissenhaft vorbereitet, das ganze Team hat sich gewaltig den Hintern aufgerissen", sagte Mandl und sieht die sensationelle Ausbeute als Lohn für die harte Arbeit. "Vor allem der Ruck in der Speed-Mannschaft war sensationell", meinte der Niederösterreicher. "Das Glück des Tüchtigen" sei selbstverständlich auch dabei gewesen.

Nicht vergessen dürfe man auch die Tatsache, dass die beiden Weltcup-Aushängeschilder Lindsey Vonn und Maria Riesch alles andere als fit durch die WM gehen. "Das ist schlecht für alle, schließlich will man sich mit den Besten messen", erklärte Mandl, der vor allem mit Riesch mitfühlt. "Dass Maria ausgerechnet bei der WM in Deutschland krank wird, ist wirklich schade."

Von Vonn ist Mandl hingegen "enttäuscht". Die harte Kritik der US-Amerikanerin an den Pistenbedingungen sei unfair gegenüber den Veranstaltern. "Sie haben alles getan. Fürs Wetter kann niemand etwas." Mit zwei Goldenen im Rücken blickt Mandl hingegen locker und zuversichtlich Richtung Abfahrt. "Der ganz große Druck ist im Wesentlichen jetzt draußen. In der Abfahrt ist wieder einiges drinnen, da haben die Mädchen hier schon sehr gut aufgezeigt."

Zwei der vier ÖSV-Abfahrerinnen haben schon Gold in der Tasche, Elisabeth Görgl gewann den Super-G, Anna Fenninger die Super-Kombination. Skifahren ist zwar ein Einzelsport, doch diese Ausbeute verleiht wohl auch den Teamkolleginnen Flügel. "Besser könnte es nicht laufen. Ich habe mich total mit den Zwei gefreut. Natürlich will ich versuchen, es ihnen nachzumachen", sagte Regina Mader vor ihrem WM-Debüt.

"So eine Abfahrt taugt mir. Ich mag es, wenn es bisschen schwieriger ist", sieht sich die 25-jährige Tirolerin gut gerüstet. Andrea Fischbacher möchte den Sturz im Super-G ausblenden und den Goldrausch im Team ebenfalls zu ihren Gunsten ausnützen. "Klasse, dass es so gut funktioniert. So kann es weitergehen", meinte die Salzburgerin, die nach Olympia-Gold und WM-Bronze ihre dritte Medaille anstrebt.

"Die Form ist sehr gut, auch wenn ich es bisher in diesem Winter noch nicht aufs Stockerl geschafft habe. Ich muss dranbleiben und weiter Spaß haben. Es ist wie im Lotto - Nix is fix, alles ist möglich", lautet Fischbachers WM-Motto.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel