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Viel Kampf und Krampf in Linz © APA (rubra)

Mattersburg hat den ersten "Matchball" im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verwertet. Die Burgenländer siegten beim

Mattersburg hat den ersten "Matchball" im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verwertet. Die Burgenländer siegten beim Schlusslicht LASK am Samstag mit 1:0 und vergrößerten den Vorsprung auf die Linzer 16 Runden vor dem Ende auf fünf Zähler. Den Goldtreffer für die Gäste erzielte Robert Waltner in der 65. Minute per Kopf, der Ungar sorgte damit für den ersten Sieg seines Teams seit acht Spielen.

Mattersburg feierte nach dem 1:0 im Herbst damit bereits den zweiten Saisonerfolg in Linz, die Oberösterreicher sind nun schon seit neun Partien ohne Sieg. Bezeichnend für die weiterhin schwache Offensive der Linzer: Die zwei besten Chancen fand Kapitän Aufhauser vor. Eine entscheidende Rolle spielte auch Mattersburg-Goalie Borentisch, der drei gute Chancen zunichte machte.

Die Linzer, die das spanische Trio Tenesor (Sturm), Ruano (Mittelfeld), Lopez (Abwehr) sowie den Tschechen Lukas und Ex-Grazer Bukva aufboten und damit auf fünf Neuverpflichtungen setzten, dominierten die erste Hälfte recht deutlich. Das spielerische Element, das sich im Herbst von der Gugl verabschiedet hatte, war zurückgekehrt. Wenngleich so manche Aktion noch an Ungenauigkeit und mangelnder Abstimmung krankte - und die einzige Solospitze Tenesor keinerlei Akzente setzen konnte.

Während die Burgenländer auf ihre Defensive und eine eher rustikale Gangart setzten und vor der Halbzeit durch Waltner (Kopfball, 20.) auch nur zu einer Chance kamen, war der LASK bemüht, das Spiel zu machen. Gute Einschussmöglichkeiten waren dennoch selten. Die einzige Großchance fand Kapitän Aufhauser vor, der den Ball nach Bukva-Hereingabe aus vier Metern aber nicht richtig erwischte, sodass Borentisch ihn mit einem tollen Reflex noch aus der Gefahrenzone befördern konnte (23.).

Nach der Pause vergab Duro bei einsetzendem leichten Schneefall aus zwölf Metern völlig alleinstehend (48.) für die Hausherren. Die Gäste, die ihren einzigen Zugang Parlov vor der Abwehrkette postiert hatten, zeigten sich unbeeindruckt und kamen immer besser ins Spiel. Die Lederer-Elf holte mehrere Eckbälle heraus und ließ in der LASK-Abwehr erste Unsicherheiten aufblitzen. Nach 65 Minuten dann der schwere Schlag für Schwarz-Weiß: Waltner stach nach einem Eckball im Luftduell seinen Gegner aus und köpfelte zur 1:0-Führung ein.

Bei den Linzern machte sich Ratlosigkeit breit, in der Offensive herrschte im kritischen Bereich vor dem Tor der Burgenländer zumeist Flaute - mit zwei Ausnahmen: In der 78. Minute scheiterte Aufhauser an Borenitsch, im Finish entschärfte der Schlussmann einen Schuss von Kaufmann (89.).

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