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Gesamtweltcupsieger Morgenstern tritt entspannt an © APA (epa)

Österreichs Ski-Adler sind am Montag nach einem neuerlich sehr erfolgreichen Wochenende aus Norwegen abgereist. Schon in acht

Österreichs Ski-Adler sind am Montag nach einem neuerlich sehr erfolgreichen Wochenende aus Norwegen abgereist. Schon in acht Tagen kehren der frisch gebackene Gesamt-Weltcupsieger Thomas Morgenstern und der zweifache Vikersund-Sieger Gregor Schlierenzauer ebenso wie Martin Koch nach Oslo zurück.

Gemeinsam mit Andreas Kofler, Normalschanzen-Titelverteidiger Wolfgang Loitzl und Manuel Fettner geht es dann für die ÖSV-Equipe in vier Bewerben um Medaillen bei den Weltmeisterschaften. Bis dahin steht aber Erholung im Vordergrund. Nach den strapaziösen vergangenen Wochen wird sich das ÖSV-WM-Team erst wieder in Oslo vereint sehen, Cheftrainer Alexander Pointner lässt seine Medaillenkandidaten individuell auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten.

"Wichtig ist, dass es eine gute Balance gibt zwischen Entspannung, Energie tanken und in die richtige WM-Stimmung zu kommen. Jeder kann das am besten individuell", lässt Pointner seiner Erfolgstruppe freie Hand.

Es sei nicht nötig, dass das Team noch einmal vor der Oslo-Abreise zusammenkommt. "Wir waren vor Vikersund zwei Wochen mit der WM-Truppe zusammen bei der Team-Tour. Da haben wir eine sehr gute Stimmung gehabt, die Einstimmung Richtung Oslo passt perfekt." Es gibt keine wirklichen Vorgaben, aber natürlich schon lange erstellte Trainingspläne gemeinsam mit den Stützpunkt-Trainern. "Jeder weiß, was er zu tun hat. Jeder wird wohl auch ein, zweimal auf eine 90-m-Schanze springen gehen, da sind wir mit Villach, der Ramsau und Seefeld ja sehr gut aufstellt."

So wird es auch der nunmehr zweifache Weltcup-Gesamtsieger Morgenstern handhaben. "Der kurze Tapetenwechsel zu Hause wird mir sehr gut tun", sagte Morgenstern. Ein bisschen abschalten vom Skispringen will er. "Ich werde nichts Besonderes machen. Am besten wirkt, wenn man so wenig wie möglich eingreift, und das Vertrauen und den Spaßfaktor aufrechterhaltet." Ein bisschen Entzug verschreibt sich Morgenstern sozusagen.

"Am meisten Spaß macht es, wenn man sich auf etwas wieder freut, was man es länger nicht hat." Und immerhin seien zwischen Vikersund und dem ersten WM-Training auf der Normalschanze rund eineinhalb Wochen dazwischen. Auf seiner Heimschanze in Villach wird Morgenstern allerdings schon ein Training einschieben, um sich auf die Normalschanze einzustellen. "Ich möchte das Gefühl aufnehmen, der Rest ist im Unterbewusstsein abgespeichert."

Probleme haben Österreichs "Adler" laut ihrem Chefcoach mit der Umstellung vom Riesenbakken auf die kleinen Schanzen gar keine. "Dadurch, dass wir arrivierte Springer haben, geht die Adaption sehr schnell. Vergangenes Jahr bin ich mit Gregor nach dem Skifliegen direkt nach Stams auf die 60er gegangen, das hat auch funktioniert."

Medaillenvorgaben hat Pointner für seine WM-Truppe keine. "Das machen sowieso die anderen, die Öffentlichkeit. Wir wissen, dass der Anspruch sehr hoch ist." Dinge wie die Medaillenfarbe könne man nicht beeinflussen. Spaß, das Erbringen der bestmöglichen Leistung und Harmonie im Team seien die Faktoren, die man selbst beeinflussen könne. "Aber es ist so, wenn man seine Leistung gut abrufen kann bei einer Großveranstaltung, schaut auch meistens was raus, das ist unser Ziel."

Die Abreise zu den Weltmeisterschaften erfolgt am Dienstag nächster Woche (22. Februar), erst dann sieht sich die Equipe wieder komplett. Drei Tage danach erfolgt mit der Qualifikation auf der Normalschanze der erste von vier WM-Bewerben der Skispringer, am gleichen Tag springen die Damen zum zweiten Mal bei einer WM um Medaillen.

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