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Teamevent-Generalprobe vor einem Jahr in Garmisch © APA (Archiv/dpa)

2005 in Bormio hat er mit einem deutschen Erfolg seine WM-Premiere gefeiert. 2007 in Aare setzte sich Österreichs durch. Nach

2005 in Bormio hat er mit einem deutschen Erfolg seine WM-Premiere gefeiert. 2007 in Aare setzte sich Österreichs durch. Nach der Absage 2009 in Val d'Isere wegen Schlechtwetters werden am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen erst zum dritten Mal Medaillen im Nations Team Event vergeben (ab 11.00 Uhr auf der Kandahar/live ORF eins). Das Ziel für das ÖSV-Sextett ist klarerweise eine Medaille.

Aufgrund des neuen Formats ist allerdings ein Überraschungs-Weltmeister möglich. Bei der Generalprobe des Parallel-Events mit Riesentorlauf-Toren vor einem Jahr in Garmisch hatte Tschechien gewonnen, Österreich wurde Dritter. Der ÖSV hat mit Anna Fenninger, Michaela Kirchgasser, Marlies Schild, Romed Baumann, Benjamin Raich und Philipp Schörghofer sechs Athleten mit Riesentorlauf-Qualitäten nominiert. Vor vier Jahren in Schweden waren noch Speed-Piloten und Techniker im siegreichen rot-weiß-roten Team gewesen, setzte sich der Bewerb doch aus Super-G und Slalom zusammen. Gold durften sich Renate Götschl, Kirchgasser, Schild, Mario Matt, Raich und Fritz Strobl umhängen.

Für Mathias Berthold, den Herren-Rennsportleiter, hat der Teambewerb einen "hohen Stellenwert". Er sprach von einem wichtigen Rennen mit einem guten Format. ÖSV-Sportdirektor Hans Pum gefiel die alte Variante besser. Das könnte vielleicht daran liegen, dass der Kreis der Medaillenanwärter nun um einiges größer geworden ist. "Mit einem guten Athleten und einer guten Läuferin kann man schon gewinnen", rechnete Pum vor, dass es die ganz große Mannschaftstärke nicht braucht und auch kleinere Nationen vorne mitmischen können.

Die 16 besten Nationen des aktuellen Rankings im Weltcup sind startberechtigt, jedes Land darf maximal sechs Läufer und muss mindestens zwei von jedem Geschlecht nennen. Pro Runde werden vier Duelle gefahren, jeder Teilnehmer darf aber pro Durchgang nur einmal antreten. Vergeben werden Punkte, steht es nach vier Läufen 2:2, werden die besten Individual-Zeiten einer Dame und eines Herrn pro Nation addiert. "Wir fahren den Teambewerb wie jedes andere Rennen. Wir wollen eine Medaille machen, das ist das Ziel", gab Pum als Devise aus.

Vom Herren-Trio darf sich Raich bereits Team-Weltmeister nennen, eine Medaille wäre nach dem enttäuschenden vierten Rang in der Super-Kombination eine positive Einstimmung auf die noch ausstehenden Einzelrennen Riesentorlauf und Slalom. "Für die Zuschauer und Fans ist das sicher ein sehr interessanter Bewerb, weil sie sofort sehen, wer vorne und wer hinten ist. Ich freue mich und bin mir sicher, dass wir unsere Chancen haben werden", sagte der Pitztaler.

Baumann fährt "nicht nur für sich oder das Team, sondern auch für alle Mitarbeiter und Funktionäre", man müsse Vollgas geben und dürfe keine Fehler machen. Es werde sehr eng und sehr spannend werden. Für Riesentorlauf-Spezialist Schörghofer ist es das erste Vertrautmachen mit den Bedingungen auf der Kandahar. "Ich werde mein Bestes geben und alles daran setzen, dass wir eine Medaille holen", versprach er.

"Ich möchte mit dem Teambewerb gut in die WM starten und weiß schon von Aare, dass es großen Spaß macht. Ich hoffe natürlich, dass wir auf jeden Fall eine Medaille machen und so gut sind, am Ende ganz oben zu stehen", meinte Schild, die die Besonderheit des Events hervorhebt. "Man kämpft nicht nur für sich alleine. Und man hofft, dass auch die anderen eine gute Leistung bringen. Daher ist die Anspannung auch etwas größer."

Fenninger fühlt sich nach ihrer Magen-Darm-Erkrankung besser. "Wir sind das beste Team und das wollen wir auch zeigen. Jeder einzelne von uns muss seine Leistung bringen", weiß die 21-jährige Kombinations-Weltmeisterin. Ihre Salzburger Landsfrau Kirchgasser hob hervor, dass es ein prestigeträchtiger Bewerb sei. "Hier heißt es, aus der Startrampe schnell heraus zu kommen und von oben bis unten zu kämpfen. Wie das Vorjahresfinale gezeigt hat, muss man bei so einem Bewerb nicht nur auf die Top-Nationen achten."

Am 2. Jänner fand in München ein zum Weltcup zählender Parallel-Einzel-Event statt, die Siege waren an die Schwedin Maria Pietilä-Holmner und den Kroaten Ivica Kostelic gegangen. Elisabeth Görgl war Dritte geworden, die ÖSV-Herren scheiterten spätestens im Viertelfinale.

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