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Raich als einzige ÖSV-Konstante in der Kombi © APA (dpa)

Österreichs Herren sind in der Super-Kombination der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen leer ausgegangen. Der ÖSV

Österreichs Herren sind in der Super-Kombination der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen leer ausgegangen. Der ÖSV arbeitet daran, bis zur Heim-WM in zwei Jahren in Schladming auch in dieser Disziplin breiter aufgestellt zu sein. Kein leichtes Unterfangen, wie auch Herren-Cheftrainer Mathias Berthold weiß.

"Für die Super-Kombination brauchst du Leute, die schnell in der Abfahrt sind und auch gut Slalomfahren können. Und von dieser Sorte gibt es nicht viele, dieses Talent kriegen nicht sehr viele mit", meinte Berthold. Die Entwicklung zeigt, dass die eine Sorte Läufer im Speed-Bereich sowie zusätzlich maximal im Riesentorlauf unterwegs ist. Die andere Spezies sind oft nur Slalom-Fahrer.

Dieses Problem haben logischerweise nicht nur Österreicher, auch die anderen Nationen haben nicht mehr als einen bis maximal zwei Spitzenleute für die Super-Kombination. Im ÖSV-Herren-Team sind dies Benjamin Raich und Romed Baumann. Joachim Puchner und Björn Sieber durften am Montag erstmals WM-Luft schnuppern, trotz zahlreicher Ausfälle von namhaften Konkurrenten schafften sie es aber nicht in die Top-Ten.

Rund um Leute wie Puchner und Sieber will Österreich ein Team aufbauen. Berthold kündigte an, dass der ÖSV bei der nächsten Weltcup-Super-Kombi am 26. Februar in Bansko neun Mann ins Rennen schicken möchte. "Wir haben einige Junge, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie das können. Die wollen wir aufbauen. Wir wollen auch in der Super-Kombi eine super Rolle spielen, wir sind auf einem guten Weg", sagte Berthold.

Raich ist seit vielen Jahren Österreichs einzige Konstante in dieser Disziplin. Der Tiroler weiß daher bestens über die Problemzone Kombi bescheid. "Es ist extrem schwierig, hier eine Medaille zu machen. Abfahrt und Slalom sind doch sehr konträre Disziplinen. Aber wir werden das Ganze sicher forcieren." Das bestätigte auch ÖSV-Sportdirektor Hans Pum: "Wir werden alles tun, was geht. Aber das machen wir auch im Erfolgsfall."

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