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Zettel, Görgl, M. Schild und Fischbacher am Start © APA (Gindl)

Die Speed-Damen haben in drei Rennen mit dreimal Gold vorgelegt. Nun wollen auch Österreichs Technikerinnen bei der Ski-WM

Die Speed-Damen haben in drei Rennen mit dreimal Gold vorgelegt. Nun wollen auch Österreichs Technikerinnen bei der Ski-WM zeigen, was in ihnen steckt. Kathrin Zettel und Marlies Schild absolvieren am Donnerstag ihre ersten Einzel-Starts in Garmisch-Partenkirchen (10.00 Uhr). Allrounderin und Doppel-Weltmeisterin Görgl geht auf ihre dritte Medaille los, Andrea Fischbacher ist die Vierte im Bunde.

Die größte Konkurrenz kommt aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien und Slowenien und will die rot-weiß-rote Serie beenden. Beim letzten Weltcup-Riesentorlauf vor der WM in Zwiesel siegte die Deutsche Viktoria Rebensburg vor der Italienerin Federica Brignone und Zettel, Görgl wurde Vierte und Fischbacher Sechste.

Görgl ist zwar Mitglied der Speedgruppe, aber auch eine hervorragende Riesentorläuferin (zwei Weltcupsiege) und wird als Garmisch-Doppelweltmeisterin auch für Donnerstag ganz hoch gehandelt. "Ich habe meine zwei Medaillen, ich kann da jetzt ganz locker und befreit angasen. Was rauskommt, kommt raus", sagte die Steirerin, die ihren Gemütszustand mit den Worten "zufrieden und ausgeglichen" beschrieb.

Schild, Topfavoritin auf Slalom-Gold am Sonntag, bekam in der Entscheidung um den vierten Riesentorlauf-Startplatz den Vorzug gegenüber Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser. Nach Platz 18 zuletzt in Zwiesel und Rang 12 als Saisonbestleistung hat sie nicht mit der Nominierung gerechnet, aber es habe sich auch keine andere empfohlen. "Ich freue mich, dass ich die Chance habe und möchte mich steigern", erklärte Schild.

Platz drei von Zettel in Zwiesel ist der erste Stockerlplatz für den ÖSV in diesem Winter in dieser Disziplin gewesen, Rennsportleiter Herbert Mandl ist überzeugt, dass die Niederösterreicherin auch in Garmisch "einen starken Auftritt" hinlegen wird. "Ich hatte im Slalom und Riesentorlauf ein tolles Training. Mein Ziel ist mit einer Medaille klar definiert. Ich bin die Außenseiterin, Favoriten sind die anderen. Aber die Saison ist lang, schauen wir mal, wer die besseren Reserven hat ", meinte Zettel.

Im Vorfeld nicht geschlagen geben will sich Fischbacher, für die es in Garmisch-Partenkirchen mit dem Sturz im Super-G und Platz neun in der Abfahrt noch nicht nach Wunsch gelaufen ist. "Wenn mir zwei perfekte Läufe aufgehen, kann ich aufs Podium fahren. Die gesundheitlichen Probleme habe ich im Griff. Jammern kann man ein anderes Mal, jetzt ist die Zeit, Rennen zu fahren," so die ÖSV-Läuferin.

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