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Marlies Schild lauert noch auf ihre Slalom-Chance © APA (dpa)

Im vierten WM-Einzelbewerb ist am Donnerstagnachmittag die Erfolgsserie für Österreichs alpine Ski-Damen gerissen, Marlies

Im vierten WM-Einzelbewerb ist am Donnerstagnachmittag die Erfolgsserie für Österreichs alpine Ski-Damen gerissen, Marlies Schild als Achte im Riesentorlauf hatte für die beste rot-weiß-rote Platzierung gesorgt. Doch noch hat die Salzburgerin am Samstag auf dem Gudiberg im Slalom ihre Gold-Chance. Auch Kathrin Zettel (Riesentorlauf-12.) will um eine Medaille kämpfen.

Schild hatte sich auf derer Kandahar mit der viertbesten Laufzeit im Finale um zehn Plätze verbessert, die weiteren drei Österreicherinnen fielen auf der weichen, holprigen und immer schwieriger zu fahrenden Piste allerdings durchwegs zurück. "Wenn die anderen die Zeit von der Marlies fahren, hätte es auf eine Medaille gereicht", rechnete Rennsportleiter Herbert Mandl nach. Zettel, Görgl und Fischbacher hatten nur Laufzeiten ab Platz 20 hingelegt.

Die Slowenin Maze hatte bewiesen, dass aber noch mehr in der Piste drin gewesen ist, die Halbzeitführung verteidigt und den Titel eingeheimst. Auch die Italienerin Federica Brignone fuhr einen starken zweiten Lauf und behielt ihren Silberrang. Mit deutlicher Laufbestzeit im zweiten Durchgang hatte sich die französische Topfavoritin Tessa Worley von 19 auf 3 nach vor katapultiert.

Für die zweifache Weltmeisterin Elisabeth Görgl (10.) und Andrea Fischbacher (25.) ist die WM in Garmisch-Partenkirchen zu Ende. Görgl als Dritte nach dem ersten Durchgang war mit Chancen auf ihr drittes Edelmetall in Bayern in die Entscheidung gegangen. "Lizz wollte zu viel, sie hat nur gewerkt und die Geduld nicht gehabt. Sie hat ab der letzten Zwischenzeit eine Sekunde verloren. Da kannst nichts anders sagen, als dass sie schlecht gefahren ist", resümierte Mandl, der die beste Saisonleistung von Schild lobte: "Das ist ein sehr erfreulicher zweiter Lauf gewesen. In Hinblick auf den Slalom ist es wichtig, dass sie gut gefahren ist."

Die ÖSV-Damen haben im Weltcup 2010/2011 bis zur WM mit Zettel auf Platz drei in Zwiesel erst einen Podestplatz eingefahren, in Spindlermühle und Lenzerheide stehen noch zwei Rennen dieser Disziplin auf dem Programm.

Der Kampf um die kleine Kristallkugel ist noch offen, voran liegt als dreifache Saisonsiegerin Worley mit 358 Punkten, die sich wohl mit der deutschen Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (335) matchen wird. Es folgt die Finnin Tanja Poutiainen (216). Görgl hat 200 Punkte auf dem Konto, Brignone 167 und Weltmeisterin Maze 158.

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