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Iraschkos Start bei der nordischen WM gefährdet © APA (Archiv/Gindl)

Allein in diesem Winter hat sie zehn von 17 Bewerben gewonnen und führt im Kontinentalcup klar. Daniela Iraschko wäre bei der

Allein in diesem Winter hat sie zehn von 17 Bewerben gewonnen und führt im Kontinentalcup klar. Daniela Iraschko wäre bei der zweiten Auflage des Damen-Skispringens bei der Nordischen WM die große Gold-Favoritin gewesen. Nach der in Zakopane erlittenen Knieverletzung am vergangenen Wochenende wackelt der Start der 27-jährigen Steirerin allerdings ziemlich.

Auch nach fünf Tagen Therapie in Innsbruck gibt es vorerst noch kein grünes Licht für Iraschko. Eine Entscheidung, ob sie überhaupt nach Oslo fliegt, wird nicht vor Montagabend gefällt, bestätigte Damen-Sprunglauf-Referent Gerald Daringer am Freitag gegenüber der APA. "Wir sind den Umständen entsprechend vorsichtig optimistisch. Nach wie vor lebt eine ganz kleine Hoffnung", sagte Daringer zum Gesundheitszustand seiner Medaillenhoffnung. Eine Woche vor dem ersten Skisprung-Bewerb bei den 48. Nordischen Weltmeisterschaften in Oslo leidet Iraschko noch an den Folgen einer Kapselverletzung im rechten Knie.

"Es ist ein Fortschritt da, aber er erfolgt eben nur in kleinen Schritten", erklärt Daringer. Iraschko habe bei dem Sturz zusätzlich auch eine schmerzhafte Muskelprellung in der Wade erlitten. "Sie hat nach wie vor Probleme mit der vollständigen Streckung und Beugung." Die Abreise nach Oslo wäre eigentlich für Montag geplant gewesen, nun möchte man bei ärztlicher Zusage am Mittwoch, also nur zwei Tage vor dem Bewerb, nach Norwegen fliegen.

Durchaus möglich ist allerdings, dass Jacqueline Seifriedsberger als einzige ÖSV-Athletin im Damen-Skispringen an den Start geht. Sie wird am Montag, gemeinsam mit Trainer Josef Walluschnig, anreisen. Im Falle einer Absage von Iraschko wird keine Springerin nachnominiert. Daringer selbst stuft die Chancen, dass Iraschko noch rechtzeitig fit wird, folgendermaßen ein: "In mir lebt auch noch die Hoffnung, deshalb sage ich 40 Prozent."

Ein Nicht-Antreten der Saison-Dominatorin würde auch dem jungen Damen-Skisprungsport schaden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will nämlich die kommenden Titelkämpfe und auch die ersten Weltcup-Bewerbe überhaupt zu Beginn der kommenden Saison genau beobachten und dann entscheiden, ob Damen-Skispringen 2014 in Sotschi erstmals olympischen Status zugesprochen erhält. Und da fehlt im von der Dichte her noch etwas mageren Damen-Springen eine Spitzenathletin freilich doppelt. Im Frühjahr 2012 spätestens soll die Entscheidung gefällt werden.

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