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Die Wiener Austria greift nach der Tabellenführung © APA (Neubauer)

Mit dem Tabellenzweiten FK Austria Wien und dem fünftplatzierten SC Wr. Neustadt treffen am Samstag in der 21. Runde der

Mit dem Tabellenzweiten FK Austria Wien und dem fünftplatzierten SC Wr. Neustadt treffen am Samstag in der 21. Runde der Fußball-Bundesliga nicht nur zwei Sieger des Frühjahrsauftakts vor einer Woche, sondern auch der frühere Stronach-Verein und der Noch-Magna-Club aufeinander. "Die Austria ist daheim Favorit, aber wir wollen auch ihr ein Bein stellen", sagte SCWN-Trainer Peter Schöttel.

Dessen Elf hattevor einer Woche gegen Rapid den ersten Heimsieg (2:0) nach über 45 Jahren gefeiert. Der frühere Teamspieler ist aber überzeugt, dass es diesmal schwieriger wird als gegen seinen Ex-Club. "Rapid hat mit hohen Bällen agiert, die Austria spielt mit kurzen Pässen. Wir wollen trotzdem so gut wie möglich ausschauen und nicht mit leeren Händen heimfahren." Austria müsse gewinnen, daher liege der Druck bei ihr. Schöttel erinnerte an die beiden Herbstpartien (0:0/a, 1:1/h), die jeweils eng gewesen wären. Seine Mannschaft habe sich einen gewissen Stellenwert in der Liga erarbeitet und "wir wissen, dass wir gut sind und überall eine Chance haben".

Von den sechs Bundesliga-Treffen mit den Violetten haben die Niederösterreicher erst eine (31. Oktober 2009 daheim 4:3) gewonnen. Schöttel weiß, worauf es ankommt, um wieder einen Erfolg zu feiern. "Wir müssen aktiv sein, gut stehen und auf die Standards aufpassen", meinte der 43-Jährige. Seine "Magnaten" seien eine mediale Randgruppe und nur wegen Problemen mit der Lizenz oder Noch-Mäzen Frank Stronach interessant. "Wir sind jede Woche in sportlicher Hinsicht unterrepräsentiert, das wollen wir durch Leistung ändern", kündigte Schöttel an.

Auf Schöttels in Zeitungen geäußerte Kritik an seinem Austria-Kollegen Karl Daxbacher und Sturms Sportdirektor Oliver Kreuzer, wonach diese über die Aufteilung seiner Spieler im Sommer schon diskutierten, reagierte Daxbacher nicht. "Zu Aussprüchen über Dritte sage ich nichts. Wir kennen uns gut, das soll er mir persönlich am Samstag vor dem Spiel mitteilen", meinte der 57-Jährige. Nur was die sportliche Ausgangsposition des Vizemeisters gegen SCWN angeht, bezog er klar Stellung: "Wir müssen uns den Sieg hart erarbeiten, erkämpfen."

Seine Mannen dürfen jedenfalls nicht mit dem Gefühl in die Partie gehen, dass man schon gewinnen werde. "Das klappt weder gegen den LASK, die Kapfenberger usw. und schon gar nicht gegen Wr. Neustadt. Der Verlauf eines Spiel ist nie vorhersehbar. Die Neustädter haben die Rapidler geschlagen und sie in der Tabelle überholt. Für sie sind im Gegensatz zu uns die drei Punkte kein Muss." Der Austria-Feldherr sah vor einer Woche starke erste 20 Minuten von Wr. Neustadt, aber dann habe nur noch Rapid angegriffen. "Aber mit untauglichen Mitteln", so Daxbacher

Im Übrigen gebe es in der heurigen Saison keinen Gegner und kein Spiel, von dem gesagt werden könne, das werde man gewinnen. "Das zeigt die relative Ausgeglichenheit". Austrias Sportvorstand Thomas Parits warnte ebenfalls vor dem Gegner. "Dort spielen einige mit Austria-Vergangenheit. Doch wenn wir vorne dranbleiben wollen, müssen wir die Heimspiele gewinnen", sagte der Burgenländer, der mit dem Frühjahrsstart (1:0 zu Hause gegen Spitzenreiter SV Ried) sowohl vom Resultat als auch von der Leistung zufrieden war. "Einziges Manko war, dass wir die fünf Torchancen nicht verwertet haben."

Rätselraten herrscht noch, ob Roland Linz, der gegen Ried zur Pause ausgetauscht und durch Jun ersetzt worden ist, wieder in der Anfangself stehen wird. "Er hat in der ersten Hälfte weniger gut gespielt. Im Training war er aber sehr engagiert und bemüht", gab sich Daxbacher geheimnisvoll. Die Gäste, die auf den gesperrten Ramsebner verzichten müssen, bangen noch um Stürmer Hannes Aigner, den eine Verkühlung plagt.

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