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Sturm liegt nur einen Punkt hinter Leader Ried © APA (Leodolter)

Ein Blick auf die Statistik stempelt Sturm Graz vor dem Auswärtsspiel am Samstag gegen den SV Mattersburg zum deutlichen

Ein Blick auf die Statistik stempelt Sturm Graz vor dem Auswärtsspiel am Samstag gegen den SV Mattersburg zum deutlichen Favoriten. Seit 15 Partien sind die Steirer gegen den SVM ungeschlagen, außerdem gelang den Burgenländern in dieser Saison erst ein Heimsieg. Holt Sturm drei Punkte, würde dies Platz eins für die "Blackies" bedeuten - wenn Spitzenreiter SV Ried gegen den LASK nicht gewinnt.

Von einer klaren Rollenverteilung in Mattersburg will Sturm-Coach Franco Foda aber ebenso wenig wissen wie vom öffentlichen Kokettieren mit der Tabellenführung. "Immerhin haben die Mattersburger im Pappelstadion Salzburg geschlagen und gegen Rapid ein Unentschieden geholt. Gegen sie zu spielen, ist immer unangenehm, wir müssen hochkonzentriert sein", warnte der Deutsche.

Während zuletzt der Überraschungs-Leader Ried oder die kriselnden Spitzenvereine Salzburg und Rapid für Schlagzeilen sorgten, etablierte sich Sturm im Windschatten als seriöser Titelanwärter. "Doch wir haben auch nicht weniger Druck als die Wiener Clubs oder Salzburg. Wir wollen uns immer für einen internationalen Bewerb qualifizieren, obwohl wir regelmäßig Stammspieler abgeben", betonte Foda.

Die Sorge über mangelnde Personalressourcen verstärkte sich beim Coach vor dem Mattersburg-Spiel, schließlich droht nach Imre Szabics mit Roman Kienast auch der zweite Stürmer auszufallen. Der Führende der Torschützenliste laboriert an einem Bluterguss im Oberschenkel, außerdem ist Joachim Standfest wegen einer Erkrankung noch nicht fit. "Jetzt bekommen eben andere die Chance zu zeigen, dass sie in die Mannschaft gehören", sagte Foda.

Im Gegensatz dazu kann Mattersburg wieder auf Topscorer Patrick Bürger setzen, der beim 1:0 in Linz gegen den LASK wegen einer Sperre gefehlt hatte. Der Sieg gegen den unmittelbaren Abstiegskonkurrenten hat bei den Mattersburgern laut Trainer Franz Lederer keine überbordende Euphorie ausgelöst. "Dieses Spiel ist abgehakt, es geht wieder von neuem los", erklärte der Coach.

Fünf Punkte liegt der SVM derzeit vor dem LASK, doch selbst bei einem Anwachsen des Vorsprungs auf acht Zähler nach dieser Runde wäre der Kampf um den Klassenerhalt nicht entschieden, beteuerte Lederer. "Außerdem ist es bei uns verboten, überhaupt solche Rechenspiele anzustellen."

Der Fokus liege ausschließlich auf dem Duell mit Sturm. "Wir können punkten, wenn wir kompakt auftreten", sagte Lederer. Die Negativ-Bilanz gegen die Grazer interessiert den 47-jährigen herzlich wenig. "Die Statistik schaut zwar blöd aus, hat für mich aber keine große Bedeutung."

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