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Gludovatz sieht sich nicht in der Favoritenrolle © APA (Neubauer)

Für Paul Gludovatz gibt die aktuelle Tabellensituation keine Auskunft über die Rollenverteilung im oberösterreichischen

Für Paul Gludovatz gibt die aktuelle Tabellensituation keine Auskunft über die Rollenverteilung im oberösterreichischen Fußball-Derby. Der Trainer von Spitzenreiter SV Ried wehrt sich dagegen, seine Mannschaft am Samstag gegen den LASK zum klaren Favoriten zu stempeln, obwohl sie als Tabellenführer vor eigenem Publikum auf das abgeschlagene Schlusslicht trifft.

"Es gibt überhaupt keine klaren Verhältnisse. Das ist ein Derby wie jedes andere mit einem offenen Ausgang. Der LASK hat sich ordentlich verstärkt und ist viel spielstärker geworden", behauptete der Burgenländer. Die 0:1-Heimniederlage der Linzer im Abstiegsduell mit dem SV Mattersburg vor einer Woche sei äußerst unglücklich zustande gekommen. "Mattersburg ist nicht einmal richtig über die Mittellinie gekommen. Der LASK hat gespielt, Mattersburg hat die Bälle nach vorne gedroschen", analysierte Gludovatz.

Bei allem Respekt für den Gegner würde der Ried-Coach aber auch nach der 21. Runde gern auf Platz eins stehen und die Attacken von Sturm Graz (einen Punkt zurück) und der Austria (zwei Zähler zurück) abwehren. "Natürlich wollen wir die Spitzenposition verteidigen. Aber wir geben im Hinblick auf den Herbst auch schon dem einen oder anderen Jungen die Chance", betonte der 64-Jährige.

Im Gegensatz zu Gludovatz sieht LASK-Trainer Georg Zellhofer seine Mannschaft als Außenseiter. "Die Rieder sind Tabellenführer, und wenn sie Erster sind, sind sie die beste Mannschaft Österreichs", sagte der Oberösterreicher, der sich in seiner Ansicht durch die Leistung der Innviertler beim 0:1 gegen die Austria bestätigt fühlt. "In diesem Spiel waren sie mindestens ebenbürtig."

Die Niederlage gegen Mattersburg hat Zellhofer nach eigenen Angaben abgehakt. "Aus diesem Spiel müssen wir lernen, dass wir bei der Chancenauswertung effektiver und hinten konzentriert sein müssen", forderte der frühere Rapid- und Austria-Betreuer.

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