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Hoffer empfängt Pogatetz an diesem Wochenende © APA (dpa)

Hannover 96 versucht am Samstag im einzigen Duell zweier Ösi-Vereine, den Status als bestplatzierter "rot-weiß-roter" Club in

Hannover 96 versucht am Samstag im einzigen Duell zweier Ösi-Vereine, den Status als bestplatzierter "rot-weiß-roter" Club in der deutschen Fußball-Bundesliga erfolgreich zu verteidigen. "Es wird sehr schwer, weil sich Lautern hinten reinstellen wird und wir das Spiel machen müssen. Und das ist nicht unbedingt unsere größte Stärke", sagte 96-Legionär Emanuel Pogatetz vor dem Heimspiel.

Der 1. FC Kaiserslautern erwartet in der 23. Runde ein ausverkauftes Stadion und eine enthusiastische Stimmung. "Die Fans spüren, dass in dieser Saison noch sehr viel für uns drin ist. Wir müssen Geduld haben und dürfen uns nicht auskontern lassen, wenn uns das Publikum nach vorne treibt", warnte Pogatetz seine vierplatzierten Niedersachsen gegen den Drittletzten.

Die Hausherren erwarten sich drei Punkte. "Das ist wahrscheinlich unser wichtigstes Match der Saison, fast ein Matchball. Wenn wir gewinnen, haben wir 41 Punkte und uns endgültig oben festgesetzt. Dann können wir ein Ziel abhaken und uns neue stecken. Mit 41 Zählern müssen wir einen Europacup-Startplatz anvisieren", meinte der Innenverteidiger, der diesmal den Kroaten Srdjan Lakic in Schach halten muss. "Ein sehr kampfstarker Stürmer mit Qualitäten in der Luft", zeigte Pogatetz vor seinem Gegenspieler Respekt.

Nur einen Punkt hinter Hannover liegen Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz mit dem FSV Mainz, der im ausverkauften Stadion am Bruchweg den drittplatzierten Meister Bayern München empfängt. "Die Bayern haben mit uns noch eine Rechnung offen", erinnert sich Fuchs an den 2:1-Sieg in München während des Oktoberfestes. "Das gefiel ihnen gar nicht".

Ist Arjen Robben sein unmittelbarer Gegner, dann hat Fuchs schon ein Rezept, den Niederländer zu bremsen: "Ich werde ihm schon bei der Ballannahme auf den Zehen stehen. Wenn du ihn auf den ersten Metern nicht störst, ist er weg." Ivanschitz glaubt, dass die Neutralisierung von Robben und Franck Ribery der Schlüssel zum Erfolg sein könnte. "Wenn wir sie auf den Flanken doppeln, dann haben wir auch gegen immer stärker werdende Bayern eine Chance."

Bayerns Feldherr Louis van Gaal rief vor der Reise in die Karnevalstadt die "entscheidenden Wochen" aus. "Wenn wir nicht gewinnen, wird es eng. Wir wollen so bald wie möglich auf dem zweiten Platz stehen", sagte der Niederländer im Hinblick auf das Mainz-Spiel sowie die Partien gegen Inter Mailand (Champions League-Achtelfinale), Borussia Dortmund (Liga) und Schalke (Cup-Halbfinale).

Spitzenreiter Borussia Dortmund, der in den jüngsten vier Spielen zur zwei Tore kassierte, hat mit dem FC St. Pauli den am besten ins Jahr gestarteten Verein zu Gast und möchte nach zuletzt zwei Remis wieder voll punkten. Bayer Leverkusen, mit zehn Punkten Rückstand erster BVB-"Verfolger", empfängt am Sonntag den Vorletzten VfB Stuttgart (Martin Harnik) mit seinem Ex-Trainer Bruno Labbadia. Schlusslicht Borussia Mönchengladbach (Martin Stranzl) tritt ebenfalls am Sonntag vor eigenem Publikum gegen Vizemeister FC Schalke an.

Am Samstag sind Werder Bremen (Sebastian Prödl, Marko Arnautovic) im 94. Liga-Nordderby auswärts gegen den HSV und die TSG 1899 Hoffenheim (Andreas Ibertsberger, David Alaba) daheim gegen den 1. FC Köln im Einsatz. Besonders die grünweißen Hanseaten, die ohne Torjäger Claudio Pizzaro auskommen müssen, benötigen nach nur zwei Siegen in den jüngsten 13 Partien dringend Punkte. Mit einer weiteren Schlappe droht der erstmalige Sturz auf einen Abstiegsplatz seit der Startrunde. Bereits am Freitagabend traf der 1. FC Nürnberg (Rubin Okotie) im Frankenland auf die Frankfurter Eintracht.

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